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Ultra Trail Lamer Winkel 2015 *mein erstes Mal*

 Ultratraillamerwinkel  53km 2700 Höhenmeter Arrach- Lam

Nun ist es knapp zwei Wochen her da ich(endlich) meinen ersten Ultratrail gelaufen bin.
Durch eine vorangegangene Verletzung und direkt daran anschließender Grippe habe ich mich kaum bis gar nicht vorbereiten können. Es gab zwei lange Läufe vorweg..einer über 46 km und der andere kam im Gewand des Hamburg Marathons daher. Ich fühlte mich unfassbar unvorbereitet und war dementsprechend aufgeregt und hibbelig.
Höhenmeter „sammeln“ ist in Hamburg ein fast aussichtsloses Unterfangen. Mühsam habe ich mich an einem Tag durch die Harburger „Berge“ gequält um nach über 30km mal gerade 500 (!!) Höhenmeter auf der Uhr zu haben.
Am 23.5. nehme ich den Zug nach Frankfurt um noch ein paar Tage im Kreis meiner Familie (am Fuße des Taunus…grandios schön) zu entspannen und den Geburtstag meiner Mutter zu feiern.

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So breche ich einige Male zu kleineren Läufen auf und versuche noch etwas „Bergfeeling“ in die Beine zu bringen.

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Kopftechnisch ist mir klar, dass die (quasi kaum vorhandene) Vorbereitung gelaufen ist aber mein Gefühl treibt mich an und will retten was (nicht mehr) zu retten ist.
Am Mittwoch, drei Tage vor dem Lauf geht es los Richtung bayrischer Wald. Gemeinsam mit meiner Tante (die zur seelischen Unterstützung sofort zur Stelle und bereit ist mich zu begleiten) beziehen wir im Zielort Lam eine gemütliche Ferienwohnung mit wandgroßem Fullflatscreen am Fußende des voll automatischen, marshmellowweichen Bettes. Gackernd spielen wir mit der Fernbedienung und lassen abwechselnd Kopf und Fußteile der Luxusliege rauf und runterfahren bis wir die perfekte Entspannungsposition raushaben. Jetzt heißt es nur noch Seele baumeln lassen..die Gegend erkunden…gut essen und vor allem schlafen . Wie immer spielt mein Körper im Vorfeld ein bisschen verrückt. Da bin ich komplett machtlos. Erst beschert er mir anschwellende Hamsterbacken die wirklich fies aussehen(und leider gibt es belastendes Bildmaterial in den Händen meiner Schwestern ) dann spielt mein Verdauungsapparat derart verrückt dass mir klar wird…sollte sich das bis zum Start nicht beheben (ich geize mal mit Details) dann wird das ein sehr unschöner Lauf. Am Tag darauf werde ich morgens mit mittelstarker Migräne beglückt. Auch schön. Besonders die beiden Nebenwirkungen im Doppelpack. Diesmal bin ich nur halb hysterisch da ich aus Erfahrung weiß dass am Lauftag vermutlich wieder alles in Ordnung sein wird. Wir touren die ersten Tage durch Lam..auf den großen Osser…

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..geniessen die ersten brauchbaren warmen Sonnenstrahlen und erobern das Cafe „zum Sahneberg“ wo es gigantische tellerüberlappende Riesentortenstücke in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen gibt. ( Achtung wenn man auf der idyllischen Osser- Hütte Lust auf Cappuchino hat:….ganz 80er like wird orginial billo Cappuchinopulver in handwarmen Wasser verrührt…*börks*)

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Ich freunde mich schon mal mit der Tatsache an, dass ich wirklich laufen werde und suche die Nähe von Streckenmarkierungen auf.

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Am Vorabend des Laufes fand das racebriefing zum „König vom Bayernwald“ im Starterbereich Arrach Seepark statt. Parallel dazu hole ich meinen Starterbeutel ab und besuche meine erste Pastaparty aus der dann Reis mit Currysauce wird. Dazu gibt es passablen Salat und ein großes Bier im Plastikkrug.

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Die Stimmung ist locker nett und lustig. Überall begrüßen sich offensichtlich alte Bekannte es wird viel gelacht und gerufen und offenbar bin ich die Einzige die hier kein Schwein kennt. Umständehalber mache ich große Augen und und scanne mein Umfeld nach möglichen Startern mit denen ich morgen das Feld teilen würde. In meinen Augen sind alle potentiellen Läufer/innen unfassbar trainiert, sehnig muskulös und drahtig. „Nur nicht Letzte werden morgen….“ denke ich mir und versuche mich zu entspannen. Meine größte „Angst“ gilt dem Verlaufen, schlechtem Wetter (in der Kombi MIT dem Verlaufen) Stürzen mit möglichen Folgeschäden und einem DNF „did not finish“.
Ich will ankommen egal wie und kann es mir bei meiner schlechten Vorbereitung trotz allem nicht vorstellen.
Abends versuche ich früh zu schlafen (haha) und schlafe wie immer viiiel zu spät ein und wache viel zu früh auf.
Mein Frühstück ist schon routiniert. Einen Shake aus Haferflocken, Banane, Kokosmilch, Zimt, Eiweißpulver sowie Bitterschokolade… einen Milchkaffee und ein Glas rote Bete Saft. Seitdem ich bei meinem ersten Marathon gut damit gefahren bin wiederhol e ich das jetzt vermutlich bis an mein Lebensende.
Als Wegzehrung packe ich mir einige Raw Bite Protein Riegel ein und fülle zwei Flaschen mit einer Mischung aus Kokoswasser, Kokosmilch, Datteln, Matcha, Chiasamen und Zimt.

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Eine halbe Stunde vor dem Start fahren wir mit dem Auto von Lam nach Arrach.
Das Wetter ist kühl und sonnig. Die Stimmung super. Jetzt freue ich mich . Endlich geht es los . Die Kontrolle der Pflichtausrüstung erfolgt stichprobenartig und ich stelle mich im Starterbereich brav im hinteren Drittel auf.

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…ganz schön skeptisch…

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Jede Minute kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Um mich herum lauter overequipte Läufer mit fiesen Finishershirts die mich einschüchtern. Vorne spielt eine Blaskapelle und irgendjemand redet ich verstehe allerdings kein Wort. Endlich fallen einige zornige Böllerschüsse und es kommt langsam Bewegung in die Sache. ….schnell meine Jacke der Tante über den Zaun geworfen und losgetrabt. … Man bin ich happy. Noch eine Zuschauerrunde um den Arracher See gedreht und ab geht es auf einem Wiesenstück Richtung Trail.
Das Wiesenstück, das über einige Kilometer flach verläuft dient den meisten wohl zum warm werden und lockerem Einlaufen nur bei mir machen sich meine üblichen Begleiterscheinungen mal wieder bemerkbar. Das Schienenbein rechts will mal wieder nicht wie ich will. Es brennt und ziept und ich habe wieder das altbekannte Gefühl, dass mir gleich der Unterschenkel mangels Durchblutung abfällt. Ein albernes Spiel. Das geht jeden zweiten Lauf so. Manchmal brauche ich 10km und mehr bis wir wieder Freunde werden und manches mal werde ich den dumpfen Schmerz gar nicht mehr los. Alles Rollen, malträtieren, einsalben und gut zureden scheint keine Veränderung zu bewirken. Der rechte Unterschenkel ist mein Lauffeind.
Ein toller Start („Denk an was anderes…denk an was anderes…schenk ihm keine Aufmerksamkeit“)da rollen sie wieder ran die Bedenken ob ich unvorbereitete, bewegungsapparatgeschädigte (darf man schon behindert sagen???)hier schon laut schnaufende Ü40erin mich da nicht heillos übernehme.
Nachdem ich mich die ersten drei km auf der Wiese mit meinen Unterbeinen rumgeärgert habe, geht es nun Gott sei Dank bergauf in den Wald und unterbricht damit die Rasenmonotonie die mir zuviel Raum ließ sich mit meinen Wehwechen zu beschäftigen. Endlich habe ich einen Grund zu schnaufen. Während alle um mich herum schon wild mit den Stöcken arbeiten, mühe ich mich noch brav nur mit meinen Beinen ab. Meine Stöcke sind unsachgemäß an den Seiten des Rucksackes festgezurrt und ich möchte ungerne meinen Anfangsenthusiasmus bremsen um anzuhalten und sie unter großem Gezerre und Gezettel von den Verschlingungen zu befreien. Mein Plan sieht vor die Stöcke erst bei der zweiten nennenswerten Steigung hervorzukramen. Ganz abgesehen davon bin ich noch nie mit den Dingern gelaufen und es lauert da auch eine vielleicht nicht ganz unbegründete Angst in mir damit im Anfangsgedrängel unangenehm aufzufallen. So gesehen ist es schon ziemlich vorausschauend erstmal die Entzerrung des Feldes abzuwarten um mich dann mit mehr Sicherheitsabstand zu meinem Nächsten dem Gebrauch der Dinger anzunähern. Es hätte evtl Sinn gemacht mir mal ein paar Youtube Videos zu deren Gebrauch anzugucken aber zwischen Kauf und Abreise lag nicht viel Internet.
Der erste Verpflegungspunkt unterhalb des kleinen Skigebietes(Eck) kommt schon nach 9 km. Hier ist auch die erste Zeitkontrolle. Ich trinke einen Schluck Wasser greife einmal beherzt in einen großen Bottich mit Himbeerriegeln suche vergebens ein Dixieclo oder etwas in der Art und mache mich in Ermangelung desselben schnell wieder auf die Socken.
Nun geht es auf das beim briefing erwähnte „schwerste Teilstück der Strecke“ und dementsprechend nutze ich den Moment um meine Stöcke hervorzukramen. Als nächstes laufen wir einige wunderschöne Kilometer auf dem Fernwanderweg Goldsteig und folgen ihm Richtung Gipfel des großen Arbers.
Hier beginnt die Anstrengung und gleichzeitig auch der Spaß. Die Trails werden anspruchsvoller und das Wetter schlägt um. Was mit leichtem Nieselregen beginnt und von mir lange nicht ernst genommen wird entpuppt sich als höhenbedingter Wetterumschwung und manifestiert sich in Hagel und dichtem Nebel. So ungern ich anhalte um die Regenjacke hervorzukramen das Wetter lässt mir nun keine Wahl. Dem Herdentrieb folgend (alles was bisher der Allwetterjacke getrotzt hat zerrt sie spätestens jetzt hervor) streife ich mir das unbequeme plastiksackartige Ungetüm für 8.95 über und merke sogleich eine großartigere Verbesserung im Wohlgefühl. Handschuhe hatte ich auch noch im Gepäck und nutze auch diese. Alles wieder festgezurrt und weiter geht’s. Die Kapuze meiner Jacke lässt schwer zu wünschen übrig. Die Finger sind trotz der Handschuhe zu kalt um das filigrane Verstellsystem so zu justieren dass die Kapuze sitzt ( im Stillen vermute ich ohnehin dass die Möglichkeiten der Kapuzenanpassung stark beschränkt sind). So flattert sie eifrig im Wind und oft brauche ich eine Hand um sie festzuhalten. Für die Zukunft nicht praktikabel. Die Handschuhe sind auch im nu klatschnass und es dauert bis ich registriere dass es mehr Sinn macht die Dinger so schnell wie möglich wieder auszuziehen. Wasserfest und winddicht wäre jetzt schön.

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Für mich als Anfängerin war der Wetterumschwung am Anfang gewöhnungsbedürftig. Ich habe mich bemüht vorne wenigstens einer neongelben Jacke hinterherzurennen denn ganz so alleine will ich (mich) hier nun auch nicht (ver)laufen. Im Zuge der nächsten Kilometer entspanne ich mich allerdings und beginne die „Widrigkeiten „ zu genießen . Schlechtes Wetter ist im Prinzip mein Element. Schade um die angekündigte grandiose Aussicht, die verpassen wir heute aber der Nebel hat definitiv auch seinen Reiz.
Vielleicht auch ein Grund (neben vielen anderen) im nächsten Jahr wieder zu kommen.
Das erste Gipfelkreuz was ich im Nebel erkennen kann ist Schwarzeck(1238m) . In dem Moment kann ich das alles allerdings nicht zuordnen. Will ich auch nicht. Ich genieße es mich nicht darum kümmern zu müssen wo ich bin, Hauptsache ich bin auf Kurs. Es geht in stetigem Wechsel auf und ab. Ich denke wenig. Bergauf bin ich hochkonzentriert. Die Pfade sind steinig und voller Wurzeln, alles ist nass und dementsprechend rutschig. Ich bin angestrengt, glücklich und es geht mir sehr gut.
Irgendwie habe ich auf dem Lauf mehrfach den Vergleich mit meinen zahlreichen Geburten im Kopf. Wenn es darum geht sich IN DER ANSTRENGUNG zu entspannen. Zu atmen. Ganz rudimentär zu werden. Die Kraft einzuteilen. Einen Schritt nach dem anderen zu machen. Noch weiß ich immer noch nicht ob mir ein Einbruch droht,…wie weit ich mit meiner mangelnden Vorbereitung komme und wie ich mich am Ende fühlen werde. Alles ist neu. Ich bin wachsam. Und verschenke nichts. Ich bin glücklich hier zu sein. Und es gibt mehr als einen Moment da will ich mein Glück in den Wald schreien und habe (Freuden)tränen in den Augen. Das hier ist mein Moment. Das habe ich mir so lange gewünscht. Nun bin ich hier und genieße jeden Schritt.

Überall im Nebel tauchen Menschen mit Kuhglocken auf die uns beklatschen und anfeuern. Nicht so aus dem Rhythmus bringend wie auf Stadtläufen sondern so schön und nett in homöopathischen Dosen dass es einfach nur wohltuend ist. Ich freue mich über jeden einzelnen.
Nun passieren wir den kleinen Arber. Gelegentlich frage ich Mitläufer wo wir gerade sind. Kurz darauf erscheint mystisch im Nebel einer der ballonartigen Türme auf dem großen Arber. Ich mag den Anblick habe aber wenig Ambitionen das Handy hervorzukramen um ein Bild zu machen. Zu nasskalt ..zu friemelig..außerdem weiß ich nun : Es ist nicht mehr weit zu VP2. Ich habe Hunger und Durst und freue mich auf meine Tante die da vermutlich im Mistwetter ausharrt. Rumstehen ist wohl das schlimmste was man hier heute machen kann. Beim Gipfelkreuz stoppe ich dann doch noch kurz um ein Bild zu schießen. Ich mag Gipfelkreuze irgendwas verbindet uns.

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Nun noch eine Schotterstraße runtergebückelt und da werde ich schon von Jubelschreien meiner Tante in Empfang genommen. Salopp begrüßt und schnell den Haken zur Verpflegung geschlagen greife ich beherzt beim reichhaltig angebotenem Kuchen zu.

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*Kreisch* soooooo lecker!

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Für die echte bayrische Bergstimmung sorgt ein Akkordeonspieler in ziemlich kurzen Hosen (Siehe Foto oben. Man sieht, dass er sogar auf die Kniestrümpfe verzichtet hat *bibber*).

Alles ist perfekt. Der Kuchen ist saulecker und ich esse so viel als wäre es hier für mich zu Ende. Das wäre es wohl auch gewesen wenn mir zwischenzeitlich nicht wieder eingefallen wäre dass ich ja noch weiter muss. Aber die Stimmung ist so wohltuend und heimelig dass ich mich fühle als würde ich gleich gemeinsam mit Tante in der Berghütte einkehren und mir einen heißen Apfelstrudel bestellen…

Schnell aufgemüffelt, die nasse Tante umarmt und weiter geht’s nun eine ganze Weile bergab während die Tante schnell in die nächste Gondel talwärts steigt.

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Erst jetzt merke ich wie ausgekühlt ich bin das habe ich im Schatten des gigantischen (veganen) Nusskuchens völlig verdrängt. Ich bibbere und die Zähne schlagen aufeinander. Es fühlt sich an als ob es nie enden wird. Ein knackiger Anstieg hätte hier schnell Abhilfe schaffen können stattdessen geht es weiter talwärts. Dort werden die Läufer von einer Gruppe AC/DC Fans beschallt. Viel zu kurz ist dieser musikalische Beschleuniger, schon bin ich ums Eck und von der Musik ist nichts mehr zu hören. Es folgen einige Auf und Ab‘ s und schwupps kommt der nächste VP(3) Scheiben. Auch dort wieder der gigantische Kuchen dem ich sofort zum Opfer falle.

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Ich wusste gar nicht dass man mit so viel Kuchen im Bauch so gut (naja nicht schnell) laufen kann. Ich greife also wieder beherzt zu und düse weiter.
Die Dixiekloproblematik (also meine) hat sich im Nebel wunderbar gelöst. Ich mache mir mit meiner Sextanerblase nämlich immer irre Gedanken ob und wie ich meine Notdurft usw. Da hat mir das Wetter gut zugespielt.
Der Aufstieg zum Zwercheck ist wunderschön. Die Trails sind stark verwurzelt und die nassen glitschigen Steine sind mit Vorsicht zu genießen. Ich bin fokussiert, langsam und immer noch glücklich.

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An einigen Stellen sind Stahlseile in den Felsen die ich dankbar zum festhalten nutze. Nach zwei Kilometern beginnt der Grenzkamm. Man sieht nicht viel aber der Trail ist traumhaft und die Grenzpfähle verströmen eine besondere Atmosphäre. Leider bekommen wir auch dort nichts von der prognostizierten wunderbaren Aussicht mit aber das werde ich ja im nächsten Jahr erleben.

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Nach einem steilen Abstieg gelangen wir nun auf die knapp 5km lange leicht abschüssige Forststrasse. Dort kann ich mich in angemessenem Tempo hinabrollen lassen und auch wenn es nicht gerade ein Streckenhighlight ist so ist es doch begrenzt auch mal schön die Beine wieder wissen zu lassen wie laufen geht. Im Abwärts „Geschwindigkeitsrausch“ hätte ich fast die Abzweigung rechts hoch in den Wald verpasst die mir ein paar nette Feuerwehrmänner noch rechtzeitig anzeigten. Hier war ich sicher nicht die Einzige die in herabrauschendem Enthusiasmus einfach weiter geradeaus gelaufen wäre.

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Der nun folgende Aufstieg erfordert wieder etwas Konzentration. Ich fühle mich phantastisch. Zentriert, glücklich, meditativ geht es über einen felsigen Steig zum Gipfel des grossen Ossers(1293) und weiter zum Osser Schutzhaus. Dort begrüßt uns (weiterhin im Nebel) die letzte Verpflegungsstation.

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Wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht gab es hier (leider) keinen Kuchen und da auch meine Tante nicht anwesend war nahm ich schnell wieder Fahrt auf und verschwand Richtung Osserwiese (die wir am Tag zuvor in schönstem Sonnenschein genießen konnten) .
Auch dort gab es nochmal wundervolle felsige Trails. Bedacht darauf heil anzukommen nahm ich die glitschigen Steine mit Bedacht.

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Etwa 3 km vor dem Ziel kamen wir (vorbei an Maria Hilf) auf den Holy trail. Zwischen Heidelbeerbüschen auf weichem Torfboden schlängelte sich ein fussbreiter Trail Richtung Lam. Abschließend nochmal wunderbar zu laufen und Genuss pur! Normalerweise tendiere ich bei langen Läufen dazu am Ende „die Nerven zu verlieren“ und nur noch ankommen zu wollen. Hier wurde ich mit einem wundervollen kleinen einzigartigen Abschlußtrail ausgebremst. Lediglich den letzen Wiesenkilometer galt es zu überstehen und ich musste mich sehr zusammenreißen nicht quer durch die zu umlaufende Wiese abzukürzen. Da ich allerdings noch einen Österreicher zu überholen hatte war ich auch dort genug abgelenkt um nach 8:37 über den roten Teppich ins Ziel einzulaufen.

Aus dem Zielbereich ging es direkt wieder zum Verpflegungsstand den restlichen Kuchen plündern.

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Ich war der glücklichste Mensch, nichts hätte den Moment toppen können. Ich hatte es geschafft…es hat irre Spaß gemacht…ich habe niemanden mit meinen Stöcken aufgespießt… ich hatte keinen Einbruch…ich war unverletzt… bin nicht verloren gegangen…es hat meine Seele berührt.
Momentan habe ich das Gefühl ich habe nie etwas schöneres gemacht. Vielleicht ist das das Feuer einer langen Leidenschaft…vielleicht verblasst das Gefühl nach einer Weile…vielleicht ist das auch alles nicht so wichtig.…wahrscheinlich ist der Zauber des ersten Males nur schwer bis unmöglich zu toppen…vielleicht vielleicht. Bis dahin genieße ich das Gefühl dieses wundervollen Laufes und nehme all meine Eindrücke mit . Die Organisation war super, die Menschen vor Ort unfassbar herzlich und selbst begeistert ob Läufer oder Helfer. Ich freue mich irrsinnig auf nächstes Jahr aber aktuell erstmal auf den Bärenfelsultratrail den ich am 11.Juli laufe.

Hier noch ein paar nebelfreie Impressionen von den Tagen vor dem Lauf:

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Rückschau….

Völliger Wahnsinn!

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Fünf Monate nix geschrieben. Als wäre nix passiert. Dabei ist es genau andersherum. Aber so ist es ja meistens. Denn dann bleibt keine Zeit zum bloggen wenn von morgens bis abends die Räder durchdrehen und man sich festhalten muss um nicht wegzufliegen.

Sportlich und ernährungstechnisch bin ich durch viele Höhen und Tiefen gegangen.

Meine Hauptproblematik beim Essen:

Ich nahm stetig zu. Trotz Sport. Über den Winter erlag ich fiesesten Schokoorgien (was um und für diese Jahreszeit eigentlich nix neues ist aber diesen Winter blieb alles auf Hüften und Oberschenkeln hängen) und hab meine Ernährung einfach nicht mehr in den Griff bekommen. Ich war frustriert und erschöpft und habe sogar eine unvegane Phase eingebaut um zu gucken ob damit wenigstens theoretisch etwas besser werden würde. Unabhängig davon war mir klar dass ich alleine aus moralischen und ethischen Gründen vegan leben MUSS. Es ging nicht darum eine Entscheidung zu treffen…eher zu schauen ob ich was verbessern kann…ob die Ernährung mehr WUMMS braucht um mich über die Schlaglöcher zu tragen.

Das Experiment ging mies aus. Ich hatte üblen Körpergeruch, die Zunge war stetig weiss belegt und sah aus wie eine frisch beschneite Skipiste am morgen. Ich fühlte mich unwohl und lethargisch.

Mitlerweile tracke ich meine Kalorien. Bei wenig bis moderatem Sport gestattet mir mein gealterter Stoffwechsel ein Tagessoll von insgesamt 1500 kcal. Das ist extrem wenig. Damit über die Runden zu kommen, satt zu werden und alle essentiellen Nährstoffe aufzunehmen ist fast unmöglich. Mir ist bewusst dass ich , wenn ich von meinem Sojalattekaffeelaster runterkäme eine komplette Mahlzeit mehr am Tag hätte aber der Verzicht ist derzeit einfach nicht drin. Der fluffige Milchschaum mit Zimthaube und zu meinem Leidwesen nach wie vor Schokolade  sind meine Seelenstreichler.

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Realistisch pendle ich täglich zwischen 1500 und 2000 kcal. Mein Ziel ist es noch ca 2 kg abzunehmen und ich schätze ich werde noch gut 3 Monate dafür brauchen. Innerhalb der veganen Ernährung habe ich alles mögliche zwischen superhighcarb und lowfat und umgekehrt probiert. Einige Wochen habe ich mich mit Leangains rumgequält aber ich halte einfach nicht durch. Sicher kann man sich daran gewöhnen und irgendwann ist es ganz normal aber ich falle immer wieder zurück weil ich einfach morgens mit einem riesen Appetit aufwache. Am besten geht es mir zur Zeit mit einer Makroverteilung von 50 (Fett) 30 (KH) 20 (P)verteilt auf fünf Mahlzeit(chen). Ob das so bleibt kann ich nicht sagen aber erstmal belasse ich es dabei.Wenn ich zum Sommer hin mehr Enthusiasmus entwickel werde ich es nochmal mit IF probieren.  Zur ausreichenden Proteinversorgung konsumiere ich ca zwei Eiweißshakes pro Tag. Mein Ziel wäre alles was  hochverarbeitet ist wegzulassen aber ich habe bei den wenigen kcal noch keine Möglichkeit gefunden mit der reinen Ernährung alles abzudecken.

Zusätzlich experimentiere ich mit Anitoxidantien und Aminosäure…dazu ein andermal mehr.

Sportlich gesehen läuft es eher mittelprächtig bis naja gehtso…

Mitlerweile ist exakt ein Jahr vergangen da ich mich im Gym angemeldet habe. Zwischen den Jahren war ich ca 3 1/2 Monate gar nicht da und habe stattdessen „Fit ohne Geräte die Challenge“ zuhause gemacht.Ich habe mir einen neuen Hund (zukünftigen Laufpartner:)) zugelegt. Sie kommt aus Rumänien und hat schon einiges erlebt von dem ich nix weiss. Unser Kennenlernen war ziemlich zeitintensiv so dass ich es gerade noch geschafft habe abends meine Gymnastikmatte auszurollen um FOG zu machen.

Ich war viel verletzt. Shinsplints…tibialis posterior..LWS Probleme …Schulterprobleme…ich könnte die Liste endlos fortsetzen. Laufen ging zeitweise gar nicht mehr und Crossfit habe ich auch vorübergehend an den Nagel gehängt. Ich verletze mich einfach zu häufig. Seit einigen Wochen mache ich stures Krafttraining mit Glück schaffe ich es dreimal pro Woche. Mein Plan beinhaltet Kniebeugen , Kreuzheben, Klimmzüge, Dips, Press, Benchpress und ein bisschen Bauch. Dazu bin ich bald Mobilitykönigin:) Ich habe mir das neue Buch von Kelly Starrett „Ready to run“ gekauft und bin sehr glücklich damit. Es ist nicht so ausladend wie sein Standardwerk „Werde geschmeidig wie ein Leopard“ und überfordert mich nicht in der Umsetzung. Ich habe mir ein paar Sachen rausgepickt die ich nun regelmäßig mache damit ich insgesamt beweglicher und verletzungsunanfälliger werden.

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Krafttechnisch habe ich innerhalb des einen Jahres keinerlei Fortschritte gemacht und das möchte ich ändern. Insgesamt merke ich zwar schon dass ich stabiler geworden bin und mehr Muskeln und weniger KFA habe … der Handstand geht leichter ….

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….und ich schaffe auch endlich Klimmzüge (daran hatte ich ja schon gar nicht mehr geglaubt). Aber die Kniebeugen mache ich immer noch mit 65 kg (und noch viel zu schlechter Technik wie ich festgestellt habe) Kreuzheben mit 70kg. Bei den Armen bin ich kräftiger geworden aber der insgesamte Fortschritt ist schon mau. Das Problem ist auch meine mangelnde Zielsetzung. Ich weiss nach wie vor nicht wie ich das Krafttraining/Crossfit sinnvoll mit der Lauferei vereinigen soll ohne mich zu überfordern , keine Fortschritte zu machen oder ständig verletzt zu sein.

Vergangenen Sonntag bin ich den HH Marathon gelaufen. Komplett ohne Vorbereitung was leider mit meinen kaputten Schienenbeinen und der dazwischen gekommenen Grippe nicht möglich war. Ich wollte ihn aber unbedingt als Trainingslauf für den UTLW (ultratraillamerwinkel) am 30.Mai mitnehmen und ging an den Start. Gewundert hat es mich dann dass ich ihn nur 3 Minuten langsamer als Frankfurt gelaufen bin (3:53) obwohl mir die Tage vorher noch die Beine wehtaten und ich eher mit plus5 Stunden gerechnet habe. Der Marathon war okay, das Wetter zu schlecht und die letzten fünf km zuviel. Ich war total genervt und hätte meine Mitläufer am liebsten mit mit in mein Stimmungstief gezogen (“ Baoh jetzt reichts aber oder???“ ….“ Können wir jetzt mal ankommen….“…“ Maaaan das nervt hier und jetzt noch Steigung am Schluss ich glaub ich k***“) Ich habe mich aber zusammengerissen und versucht zu lächeln. Lächelnd ins Ziel wollte ich kommen und dabei die Arme in die Luft reissen und jubeln. So mein Plan nach Frankfurt. Der Zieleinlauf war aber derart unspektakulär (keine Musi…kein Gejohle…) dass mir ein Arme hochreissen völlig unangebracht und deplaziert erschien. Es hatte eher was von dem Gefühl wenn man am Flughafen sein Gepäck vom Rollband holt und endlich nach Hause kann.

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Marathon ist wohl nicht meins. Gespannter bin ich dagegen auf den UTLW. Ich bin sicher Ultratrails sind genau meins! Natur, auspowern, frische Luft, Trails, nicht so ein Zeitgejapse, mehr Verpflegung als schnöde Gels und bei manchen Wettkämpfen darf man sogar mit seinem Hund an den Start. Wenn DAS nix ist:)

So dieser Post war der Schweigensbrecher und ich hoffe ich hab genug Wumms wieder ein bisschen mehr zu schreiben. In diesem Sinne: Keep on running…morgen gehts mit Hund an die Elbe.

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Wochenrückblick

So bevor ich mich gleich bei MINUS 1 Grad in meine schicken Barfußschuhe schmeisse und eine entspannte Runde drehe (bis mir die Füsse abfrieren) nochmal schnell einen sportlichen Blick auf die vergangene Woche. Ich habe mich erfolgreich um anbahnende Erkältungen gedrückt, jeden Anflug von Halskratzerei habe ich erfolgreich weggesportelt. Hope so es bleibt dabei:)

  • Montag: Crossfit
  • Dienstag: 8,5 km laufen (GA1)/ 1h Kickboxen
  • Mittwoch: 15 km „Tiderunning“/  Crossfit
  • Donnerstag: 8 km laufen (GA1)
  • Freitag: Crossfit
  • Samstag: Crossfit Technik/ 8 km laufen (Tempolauf)
  • Sonntag: Freeletics „Aphrodite“/ KB Tabata (american Swings)

Am Samstag bekomme ich einen neuen Trainingsplan und bin schon gespannt ob es zeitlich und kräftemäßig gelingt einen soliden Bogen zwischen Crossfit und der (Berg/Trail) Lauferei zu schlagen. Aber ansonsten bin ich im Moment zufrieden. Es ziept zwar hier und da und manchmal (wie heute morgen) stehe ich auf und fühle mich komplett gerädert aber der Zustand amortisiert sich glücklicherweise im Verlaufe des ersten Kaffees und ich bin wieder bewegungsfähig.

Zusätzlich „lese“ ich (soweit das meine Englischkenntnisse zulassen) das Buch von Kelly Starret „ready to run“ und mobilisiere was das Zeug hält. Ich habe den Eindruck dass es mir hilft. Wenn es weiter so läuft sehe ich dem UTLW einigermaßen entspannt entgegen…und ich habja auch noch Zeit:)

Wochenrückblick und Gewohnheiten…

Ich habe mich in den letzten Wochen seit dem Marathon viel mit dem Thema Gewohnheiten beschäftigt.

Ich habe einige Gewohnheiten die ich gerne ablegen, verändern oder verlagern möchte. Ich habe  viel darüber gelesen und in den vergangenen Jahren immer wieder den ein oder anderen Versuch unternomme unliebsame Gewohnheiten abzulegen aber so richtig bahnbrechende Veränderungen sind mir nicht gelungen. Und ich befürchte, je älter ich werde umso schwieriger könnte das werden. Hänge ich doch an Ritualen die zu einem Teil von mir geworden zu sein scheinen. Bspw. hat sich der Versuch den Sojamilchkaffee am Morgen durch einen Kräutertee zu ersetzen als absolute nicht enden wollende Qual herausgestellt. Und dabei ist es völlig egal ob er mit oder ohne Umdrehungen aufgetischt wird. Der Geruch, die Verbindung mit der Milch und dem darüber gestreuten Zimt ist einzigartig und unverzichtbar. Dementsprechend versuche ich es auch gar nicht mehr mir das abzugewöhnen. Ich habe den täglichen Kaffeekonsum akzeptiert und zu mir eingeladen.

So geistert das Thema Veränderung seit jeher in meinem Kopf herum aber in den letzten Wochen hat es sich verdichtet. Scheinbar spricht plötzlich ein Jeder von einem Veränderungswunsch, egal welchen Blog ich abonniert habe, welcher Artikel mir in die Hände fällt …es scheint immer das gleiche Thema zu sein. Nix neues also. Nix bahnbrechendes.

Für mich aktuell schon. Denn entgegen meinen Gewohnheiten (haha da haben wir es wieder) war ich bisher immer der Typ „6 Kilo in 6 Tagen“ …oder „Sixpack in 4 Wochen“…“zum Ultratrailläufer in 8 Schritten“… die Liste ist endlos. In jungen Jahren habe ich solchen Sprüchen blind vertraut heute bin ich schlauer..ich lese “ Mit Rohkost abnehmen, alle Allergien loswerden, fit wie sonstwas, schönere Zähne, straffe Haut…“ und denke mir „nee is klar…wieder so ein Scheiss halten die mich für doof oder was?2 …aber mein Unterbewusstsein arbeitet gegen mich und ob ich es will oder nicht diese Aussage ist IN mir und dieHoffnung (vielleicht klappt es diesmal?) steigt auch wenn der Kopf sagt „so einen Scheiss glaube ich nicht…“ die Erwartungshaltung, die Bereitschaft alles umzuschmeissen und es zu probieren…. alles steht auf GO.

Welch Schmach! Ich bin 44. Langsam reichts, oder?

Also habe ich mit einem klitzekleinen Novembervorsatz begonnen:

Schokolade nur Sonntags

Ganz so revolutionär ist das nicht aber für mich ein Meilenstein. Hat es sich doch in den Vorwochen eingeschlichen den täglichen Schokokonsum unmerklich zu steigern. Der Zeitpunkt rutschte immer weiter nach vorne…und so ein Stückchen Schokolade zum Frühstück…ach komm schon 🙂

On top „kämpfe“ ich mit 3 kg plus, da passte das commitment ganz gut.

Mein FAzit:

Bringt nix. Ist zwar nicht das gleiche wie das Kaffeeproblem aber ähnlich. Statt einem Riegel Schokolade essen ich nun Tonnen drumherum um irgendwie diese Schokolust loszuwerden was zu einer weiteren Gewichtssteigerung führt und meinem gesamten Körpergefühl nicht gerade zuträglich ist. Davon abgesehen war gestern Sonntag (oh Gott Schokoday…rein, was rein geht!!!!) und ich hatte überhaupt keine Lust auf Schokolade war aber (innerlich leicht gstresst) den ganzen Tag der Meinung ich müsse jetzt mal Schokolade essen ich kann doch den Sonntag nicht so schokolos verstreichen lassen (latenter Sonntagsschokostress).

FAzit: ich esse weiter Schokolade auch unter der Woche. Vielleicht behalte ich mal die Menge im Auge:)

In den vergangenen Wochen habe ich ausserdem ein paar wunderbar schokoladige Dinge genossen die zwar nicht in Riegelform daherkommen aber trotzdem seeehr schokoladig und befriedigend wirken.

Zum Beispiel

  • Einen heissen Kakao trinken…mit Dattelpaste süßen
  • Sunwarrior Schoko oder Vegasport Schoko mit Banane und Haferflocken und Kakao und Carob und Datteln mixen (extreeem schokoladig und glücklich machend zum Schluss noch einige Esslöffel Kakaonibs drüberstreuen)
  • Kakaonibs im Müsli (Kakaonibs müssen ohnehin überall rein!)
  • Mandelmus mit Kakao und Kakaonibs verrühren und genießen

Das heißt obgleich mein „Nur Sonntags Schokolade-Projekt“ gescheitert ist hat sich auf dem Sektor doch etwas zu meinen Gunsten verschoben und damit bin ich vorerst sehr zufrieden. Das hilft mir zwar nicht bei meinem Vorweihnachtsübergewicht aber ich bleibe dran (kleine! Schritte..ich hab Zeit :))

Mein Wochenrückblick:

  • Montag: Crossfit und Treppensteigen
  • Dienstag: 8km laufen in 44min (schlechte Performance und gefühlte Atemnot)
  • Mittwoch: Crossfit und Krafttraining (Kniebeugen/Latzug/Shoulderpress/Legcurls/bulg. Kniebeugen
  • Donnerstag: RUHE
  • Freitag: Crossfit und 15 Minuten Treppensteigen(mit Intervall)
  • Samstag: Krafttraining Fokus Arme
  • Sonntag: 18km in 2 Stunden hügeliger Geländelauf sowie 40 Minuten Radfahren

Der Lauf gestern war meine Krönung der Woche. Die kühle und feuchte Novemberluft das goldgelbe Buchenlaub die kleinen Pfade fernab vom Weg, das stetige Auf und Ab… das ist MEINS. Das war (zumindest am Anfang bevor die Beine weh taten) Glück pur!

Wie man oben sieht kam das Laufen ohnehin zu kurz aber ich hatte den Ehrgeiz wieder mehr ins Crossfit reinzukommen. Insgesamt eiere ich ja immer noch rum und eine fundierte und sinnvolle Trainingsplanung für das ganze Jahr wäre mein persönlicher Traum scheint aber nicht so leicht zu sein wie ich es mir gedacht habe.

In der kommenden Woche habe ich einen Termin mit einer Trainerin und hoffe sie kann mir weiterhelfen.

Die Idee:

Ein ergänzendes Krafttraining was die benötigten Elemente vom Crossfit enthält und die Beine/Rumpf für das Bergtraining fit macht. Denn meine Schwachstellen haben sich nicht in Luft aufgelöst. Gestern taten mir nach dem Lauf tierisch die Beine sowie der untere Rücken weh. Muss das sein? Gehört das dazu? Ich hoffe doch nicht.

Also …Wochenmotto: Dranbleiben und nicht übertreiben:)

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Kurzer „sportlicher“ Wochenrückblick

Diese Woche gehört wohl eher in die Kategorie „Regeneration“ als echte sportliche Ambition aber mein Immunsystem hat sich noch nicht auf Herbst (feucht, kalt, nass…ständige Temperaturschwankungen) eingestellt.

  • Montag: Crossfit und 25 min Treppensteigen (als Folge übelster Nackenmuskelkater von den Cleans:))
  • Dienstag: 60 min Radfahren, 60 min hügeliger Geländelauf mit Rucksack
  • Mittwoch: Crossfit (mit folgendem Trizepsmuskelkater als Folge der Push ups) und 57 min Recomlauf
  • Donnerstag: Restday
  • Freitag: Crossfit (und in Folge übelstem Muskelkater im Bauch als Folge von endlosen Lsit Übungen) und 35 min Treppensteigen
  • Samstag: Krank
  • Sonntag: Krank

Ich hoffe sehr ich bin morgen wieder fit. Ich hatte vor diese Woche noch einige Einheiten für meinen Handstand zu absolvieren und meine verlorenen 2 Klimmzüge wieder aufzuholen. Stattdessen plagen mich Halsschmerzen und dreimal übelster Muskelkater…sonst habe ich niiiie Muskelkater. Eher breche ich mir was als dass ich Muskelkater produziere…sehr spannend:) Mein schlapper Gesundheitszustand nervt mich natürlich aber nichts desto trotz habe ich heute einen schönen Regenspaziergang mit Hund gemacht. Slowmotion…auch mal wieder schön!

Heute war übrigens „Schokoday“ (morgen dazu mehr…)Der Morgen begann mit zwei Kübeln allerfeinstem heißen Kakao und einem Riegel Lovechock „Mandel/Feige“  und am Nachmittag  habe ich die leckersten Schokocookies ever gebacken. Das Ursprunzgsrezept ist aus meinem Lieblingsveganbackbuch „Veganpassion“ was ich jedem sehr ans Herz legen kann!

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Eine schöne und hoffentlich sportliche Woche wünsche ich uns allen!

The weeks after…….

So. Nun isser seit 3 Wochen vorbei. Mein Marathon. Aufregend wars…sowohl davor…währendessen und (wer hätte das gedacht?) auch danach!

Ich bin 3 Tage vor meinem grossen Tag in Mainhatten eingereist um mich an die dortige schlechte Luft anzupassen:) Ich residierte unweit des Startdomiziles und lief meine letzten wenigen Kilometer meist in der Dunkelheit am Main entlang. Zugegebenermaßen mit einer doch recht ansprechenden Hintergrundkulisse die (so grell beleuchtet) jedes Blinkarmbändchen überflüssig machte.

Die Tage davor ging es mir überwiegen kolossal schlecht. Mein Kopf drohte zu platzen der Hals war gereizt die Schleimhäute spielten verrückt. Ich wachte morgens mit XXL Derrick- Tränensäcken auf und sowohl mein körperliches Befinden als auch meine erlaufene Leistung auf meinen abendlichen 6 Main- Kilometern sahen eher danach aus als handle es sich bei der sich am Mainufer dahinschleppende Kreatur eher um eine Laufanfängerin die sich nach halbwegs überstandenem Alkoholentzug unter schwersten Bedingungen den Start in ein neues Leben erkämpft. Ein erbärmliches Gefühl was hier einen übertrieben dargestellten Eindruck hinterlassen kann aaaaber: So wars. Mein Ernst. Indianderdoppelschwör!

Zwei Tage vorm Start habe ich dann doch noch die Türen einer Sachsenhäuser Arztpraxis eingerannt und mein Dilemma geschildert. Mit Halstabletten und einem („das ist ganz neu auf’m Markt Frau K.“) Allergiespray verließ ich die Praxis. Und tatsächlich. Im Verlauf des Tages verbesserte sich mein Zustand zusehends. Am Samstag hatte ich das Gefühl, dass ein Start am darauffolgenden Tag tatsächlich möglich sein könnte und ich traute mir sogar zu die 10 km Marke zu knacken. Wenn ich abbrechen muss dann isses eben so. „Radikale Akzeptanz“ diktierte ich meinem Hirn. Es ist wie es ist.

In diesen Tagen entdeckte ich meine hysterische Komponente. Wir lernten uns zum ersten Mal so richtig gut kennen. Mein engeres Umfeld übrigens auch. Ich habe im Nachhinein nicht nachgefragt wie sehr (auf einer Skala von 1 bis 10) ich ihnen auf die Nerven gegangen bin.  Nein ich wollte es nicht wissen.

Ich bin für „Laufen gegen Leiden “ gelaufen. Und es war mir auch wichtig diese Message über die 42,1irgendwas km zu transportieren. Das hat sogar dazu geführt dass ich ohne meinen allerliebsten Rucksack gelaufen bin (und der Schritt dahin fiel mir wirklich sehr schwer…:))

Am Vorabend trafen sich die „Laufen gegen Leiden“ Läufer im veg. Restaurant Wondergood. Auf Grund meiner div. Befindlichkeitsstörungen aß ich „vertraut“ und mied Experimente:) Es gab sauleckere Vollkornpenne mit Tomatensoße und gegrilltem Gemüse. Als „Möhre für den Esel“ ließ ich mir beim bezahlen noch ein Stück der sagenumwobenen Snickerstorte einpacken dessen kulinarische Versprechung mich am nächsten Tag bis zum Ziel geleiten sollte.

Das Treffen mit den anderen hat mir viel meiner Nervosität genommen. Ich war endlich angenehm entspannt und in einem guten Verhältnis aufgeregt. Am nächsten Morgen (nachdem ich eine halbe Stunde minütlich den Laufschuh wechselnd durch den Flur getapert bin und mich partout nicht entscheiden konnte mit welchem Schuh ich nun laufen sollte) schwang ich mich dann in der Kühle des Morgens auf das Zweitrad meiner Tante und radelte zur Messe. Ein tolles Gefühl. Ich freute mich riesig. Bei der Beutelabgabe gab es nochmal ein Gruppenfoto des Rudels bis sich alle auf ihre Startbereiche verteilten.

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Am meisten Sorgen hatte ich vorher den Gang zur Toilette nicht umsetzen zu können. Und genauso war es. Wie man für 15000 Läufer nur eine Handvoll Dixieclos bereitstellen kann ist mir ein totales Rätsel. Panisch eierte ich ums Messegelände in der Hoffnung irgendwo einen Busch o.ä. ausmachen zu können der es mir ermöglicht meine Sextanerblase zu entleeren. Es war hoffnungslos. Also stellte ich mich nervös an der 75 Meter Dixiecloschlange an und schaffte es tatsächlich auf den letzten Meter die Clotür von innen zu schließen. In meinen Starterbereich kam ich gar nicht mehr rein. Alles staute sich und man trat sich schon vor dem Start die Füsse platt. Für mich als latenten Massenphobiker eine Herausforderung die letzten 10 Minuten der totalen Enge zu überstehen. Endlich fiel der Startschuss und es ging los. Es ist tatsächlich so wie es immer beschrieben wird. Es ist kaum möglich von Anfang an eine gute Durchschnittsgeschwindigkeit hinzubekommen ,viel zu euphorisch wird man auf den ersten Kilometern beklatscht. So startete ich auf den ersten km mit einer Durchschnittspace von 4:30 die sich dann konstant auf allen folgenden Kilometern bei ca. 5:30 einpendeln sollte.

Ich hatte zwei Stunden vor dem Start einen Smoothie aus Banane, Haferflocken, Sunwarrior, Zimt, Kokosöl und einen Riegel Lovechock gefrühstückt. Im Starterblock gab es dann nochmal ein Cliffgel chocolate mit etwas Wasser runtergespült (Saulecker und absolute Empfehlung…in Zukunft nur noch Cliff:)) Auf der Strecke versorgte ich mich auf den ersten 20 km mit zwei vega Sports Gel und griff dann (warum habe ich nur die beiden mitgenommen????) zu den vom Veranstalter angebotenen High5 Gelen(die supereklig waren und zum Glück habe ich erst hinterher gelesen was da alles für ein Schrott drin ist). Die Bananen ließ ich links liegen um meinen nervösen Magen etwas zu entlasten. Die Herausforderung bestand für mich eindeutig darin das Trinken zeittechnisch geschickt zu bewerkstelligen ohne aus meinem Rhythmus zu kommen. Ich habe noch nie etwas im Laufen getrunken. (in meinem Marathonvorbereitungsbuch stand man solle sich einen Tapeziertisch vorm Haus aufbauen um beim Laufen versuchen mind. drei Becher zu greifen und diese dann in der „Knick.wie beim Gurgeln-Taktik“ hinunterstürzen ohne sich zu verschlucken und daran zugrunde zu gehen….da mir der Peinlichkeitsfaktor dann doch zu hoch war habe ich diese Generalprobe ausgelassen und durfte nun im Ernstfall üben:))  Dementsprechend schwierig gestaltete sich die Wasseraufnahme. Am Anfang habe ich viel verloren  aber bis zu den angebotenen Isogetränken ab km 15 hatte ich es einigermaßen drauf. Die Cola die ab km 35 angeboten wurde stellte mich vor neue Herausforderungen denn das geschickte Knicken des Pappbechers erwies sich bei der Cola (die im PLASTIKbecher serviert wurde) als kontraproduktiv. Die erste Cola ergoss sich nämlich durch den enstandenen Knick (Riss) direkt über meine komplette Front. Merke: Pappbecher lassen sich knicken…Plastikbecher reißen ein:)

Der gesamte Lauf war so spektakulär wie unspektakulär. Um es vorwegzunehmen. Ich habe mit 3:50 gefinisht und war unglaublich stolz auf mich. Ich habe mich gefreut dass ich mein Ziel erreicht habe. So einfach ist das.

Es sind mir aber keine wahnsinnigen Lichter aufgegangen ich habe mich auch nicht neu erlebt (wie manche von Transformationsläufen berichten) es hat mich auch sonst nicht sonderlich gewandelt oder zu einem anderen Menschen gemacht. Es war einfach eine echt schöne Erfahrung die ich wiederholen werde.

Ich war verwundert dass ich es tatsächlich schaffen kann den Marathon in einer Durchschnittspace von 5:30 zu laufen. Für mich ist das wirklich schnell. Meine Lunge gibt nicht mehr her. Ich habe Asthma und einen grottigen Vo2max. Wenn ich im Training mal max. 12 km im Marathonrenntempo gelaufen bin dachte ich schon ich sterbe. Unvorstellbar für mich das auf 42 km zu halten. Und doch es geht. Und es war nicht mal sonderlich anstrengend. Ich bin nämlich eher zögerlich damit ich  mich nicht dermaßen verausgabe, dass ich das Level zum Ende hin womöglich nicht mehr halten kann. Insofern kam ich auch einigermaßen entspannt im Ziel an.

Überraschend: Die langen tristen Abschnitte ohne Zuschauer vor denen ich anfangs gewarnt wurde sind mir am leichtsten gefallen. Da habe ich meinen Tritt gefunden und konnte mich gut auf mich konzentrieren. Wildfremde Menschen die mich angefeuert haben machten mich wiederum nervös weil ich zu Anfang immer noch dachte „hö…kenn ich die????“ 🙂 Nein man wird netterweise einfach so angefeuert.Schön und gewöhnungsbedürftig. Dem Mann mit dem Hammer bin ich nicht begegnet. Vll lag es daran dass ich mich an den Tipp von Hubert Beck gehalten habe ab km 32 damit zu beginnen mir Vordermänner auszugucken die ich überholen kann. Damit war ich dann auch gut beschäftigt. Am Ende kam dann noch eine Schleife und auf der anderen Seite sah man schon die, die gleich im Ziel waren während man selbst noch 4 km vor sich hatte. Boah dann war ich aber auch echt genervt. Ich hatte keinen Bock mehr auf die Rennerei und fluchte leise vor mich hin. Ich fand jetzt reichts aber auch. Ich hab Hunger und Durst und will mich hinsetzen (an die Snickerstorte im Kühlschrank dachte ich übrigens kein einziges mal…ich hatte eher Appetit auf Burritos und Bier).

Kurz vorm Ziel holten mich dann nochmal meine Emotionen ein. Ich musste mehrfach stehenbleiben und mich konzentrieren dass ich Luft bekomme. Ich hätte einfach nur heulen können. Ich habs geschafft! Dieses „von Emotionen überollt werden und Atemnot bekommen“ ist total anstrengend. Wenn meine Familie an der Strecke gestanden hätte wäre es noch schlimmer gewesen. Aber „zum Glück“ war ich alleine unterwegs . Kurz vorm Ziel bekam ich noch kurzen Jubel meiner kleinen Schwestern die kurz vorher mit dem Flieger aus Indonesien gelandet waren. Das war unvorhersehbar schön. Den Zieleinlauf habe ich sehr konzentriert und kontrolliert erlebt.Bloss die Emotionen zusammenhalten. Eine spannende Erfahrung.

Mein Vorhaben für den HH Marathon ist insofern keine Zeitverbesserung (was ja meist der Motivator ist) sondern in Siegerpose (Hände hoch und jubelnd!) und mich meiner selbst feiernd im Ziel einzulaufen. In diesem Sinne…YEAH! Geschafft:)

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Nach dem Marathon ging es mir (kurz zusammengefasst) ca. 2 Woche nicht wirklich besonders. Ich bin in eine Art „Post Marathon Depression“ gefallen. Mir ging alles auf die Nerven, ich hatte kein Ziel mehr mein Trainingsplan war hin, ich fühlte mich müde, lustlos und orientierungslos. Zuhause sind viele Dinge liegengeblieben die auf Erledigung warteten und mir war alles lästig. So habe ich mir ziemlich schnell ein neues Ziel gesucht und seitdem geht es mir auch wieder besser (haha). Ich werde Ende April den HH Marathon laufen und Ende Mai den Ultratraillamerwinkel. Darauf freue ich mich riesig. Denn eines hat der Marathon bestätigt. Ich bin keine zeitenfixierte Strassenwettkampfläuferin. Und werde und will es auch nicht werden. Ich will in die Natur …auf die Berge… auf längere Strecken. Mein Traum wäre 2016 den  Transalpin Run zu laufen. Es gibt es so unfassbar viele tolle Ultratrailläufe, dass ich wahrscheinlich meine Leben lang damit zu tun habe mich für den ein oder anderen zu qualifizieren und alle abzulaufen.

Passende Lektüre liegt schon auf dem Klavier. In diesem Buch sind sogar auf die jeweiligen Rennen abgestimmte Trainingspläne enthalten.

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In dieser Woche habe ich auch meine ersten beiden Crossfiteinheiten gemacht. Es war hart. Nach knapp 5 Wochen ist gefühlt alles weg. Unfassbar. Mir tut heute noch alles von Montag weh. Im Bett kann ich mich kaum drehen. Es ist absurd. Ich mache nun eisern morgens und abends jeweils mind. 10 mobility sonst falle ich auseinander. Nach dem Marathon tat mir der rechte Fuss weh, dann wieder die Hüfte… Crossfit hat mir die Schultern geschreddert (waren es die Cleans oder die Pull ups???) und momentan fühle ich mich wie ein 10er Pack Eier der aus dem Einkaufswagen gefallen ist. Sehr fragil und lädiert aber schön. Ich lebe. Und spüre es in jedem Muskel :)))

In diesem Sinne wünsche ich eine sportliche Woche!

Noch 7 Tage bis zum Marathon…

Bin ich aufgeregt?

Keine Ahnung .Ich würde sagen nein, oder besser jein…also mein Verstand und das Ich was ich so nach aussen zeige sind entspannt. Ich habe den Plan durchgezogen und trotz Krankheit im Prinzip keine Trainingseinheit ausgelassen. Jetzt am Ende falle ich zugegebenermaßen etwas auseinander was ich meinem Unterbewusstsein in die Schuhe schieben könnte denn wir arbeiten gerne auch mal gegeneinander und die Kommunikation ist in manchen Lebensbereichen brüchig/fragil. Aber Beweise dafür gibt es nicht und so pflege ich mich mit Schwedenbitter (gegen Magen und Oberbauchschmerzen) Urtinkturen (Holunder, Echinacea, Angelikawurzel) Zink fürs Immunsystem, rote Beete Saft, L-Arginin und Kaffee und viiiiel Schokolade für die Seele. Mein Ursprungsplan war ja noch 2 kg für den Lauf abzuehmen, die Schokolade hat dazu geführt dass es nochmal 2 Kg mehr geworden sind. Sei’s drum. Wenn ich den Plan durchziehe und wider Erwarten in vollem Vertrauen dass auch für mich noch was an den Verpflegungsstationen zu holen ist, OHNE meinen geliebten (Salomon 3 Liter) Rucksack starte dann habe ich das Gewicht ja quasi wieder raus. Ich darf nur nicht vergesssen die Innenseiten der Oberschenkel mit Hirschtalg zu balsamieren, denn genau dort haben sich die Kilos niedergelassen was zu unschönen und schmerzhaften Reibungen der Speckschenkel führen kann und könnte 🙂

Ich habe eine riesen Liste, meine Gedanken kreisen um die Laufklamotten die ich am Tag X trage, das Wetter, mein Befinden, was zum HImmel ich frühstücken werde und ob ich kurz vorher noch aufs Clo muss und so generell wie oft ich überhaupt aufs Clo muss. Das würde ich doch gerne umgehen. Ich mache mir auch Gedanken um so Banalitäten wie “ Wie soll meine Pulsuhr funktionieren wenn ich da eine Stunde am Start rumstehe.. meine funktioniert nur, wenn ich die Elektroden klatschnass mache und dann sofort losrenne!“ (draufspucken reicht nicht). Aber um die Energie zu bündeln damit sie sich nicht in spladdermanier verstreut gehts mir einfach mal seit 8 Tagen richtig kacke. Die Lunge brennt, ich kriege weniger Luft, habe Halsschmerzen fühle mich matt krank und abgeschlagen energielos.. nun noch Magen Darm Probleme…hach ist das herrlich wenn der Körper sich auf das wesentliche reduziert und versucht mein Vorhaben zu torpedieren.(wir sind nicht immer Freunde…)

Ich habe auch immer noch keine Ahnung was ich während des Laufes zu mir nehme… Habe tausend Riegel und Gels gekauft und getestet und bin nicht schlauer draus geworden. Am liebsten würde ich ja Kartoffeln essen habe aber keine Ahnung wie ich die transportieren soll, da ist es doch einfacher sich 2/3 Gels in den Hosenbund zu stecken oder sich doch darauf zu verlassen dass es noch welche an den Verpflegungsständen gibt:)

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Zusammenfassend kann ich sagen dass es sich auch wunderbar halbkrank 20 km laufen lässt…mit der richtigen Musik im Ohr gelingen dann auch lange schwingende Schritte mit kurzen Beinen und die Welt wirkt leicht und luftig und im Kopf ist nur noch Glück! Das ist es das ich so sehr liebe. Dafür brauche ich im Prinzip auch keinen Marathon. Aber das wollte ich eben schon immer mal machen. Und da ich bisher in meinem Leben wenig Dinge erreicht habe die ich mir vorgenommen habe kann ich mit den finishen eines Marathons meine Erfolgsquote ein bisschen nach oben pushen:)

Nach dem Marathon werde ich mich den Höhen zuwenden…den kleinen Pfaden im Wald durchs Dickickt… der gesteigerten Aufmerksamkeit damit man sich nicht das Kniegelenk an einer Baumwurzel auskugelt der Verlängerung der Trainingsläufe um auf viele Wochenkilometer zu kommen… meinem Schwimmkurs der im Januar anfängt… und natürlich dem Radtraining das beginnt sobald mein toller Fahrradbauerfreund mir mein Rad zusammengebastelt hat.

Vorfreude pur. Vorausgesetzt ich überlebe den Marathon. Im Moment fühlt es sich so an als fiele ich im ersten Drittel stumpf und leblos in die Arme eines Ersthelfers der mich dann auch nciht mehr retten kann. Aber DAS … ist eine mir vom Unterbewusstsein untergeschobene Angstmachernummer. Vielleicht kriegen wir zwei noch die Kurve..möglichst VOR dem nächsten Sonntag:)

Vegan-Ketogen Tag 7

Okay so richtig Beweise habe ich ja nicht, dass und ob mein Körper nun Ketonkörper bildet denn kohlehydrattechnisch bin ich mit täglich 40 gramm etwas über den geforderten 30. Es gibt Quellen die sagen weniger als 30 und andere wiederum die beteuern dass man bis 50 raufgehen kann. Wie immer wahrscheinlich alles total individuell. Wie ich das hasse. Ich mag messbare und übertragbare Grössen und nicht diese „wenn dann wenn dann“ Dinger mit tausend Parametern und Möglichkeiten.

Ursprünglich wollte ich das einfach mal ausprobieren und dann fange ich an mich tiefergehend damit zu beschäftigen und wumms steck ich mittendrin im Informationsüberfluss. Am Ende weiss ich gar nix mehr, streite mich mit irgendwelchen „ich weiss alles besser“-Low Carbern in Foren rum und will eigentlich nur wissen wie es richtig geht. Es geht ja nicht nur darum ob ich bei unter 30 KH in Ketose komme sondern auch darum ob das überhaupt ein erstrebenswerter Zustand ist. Frisst mein Stoffwechsel bei Ketose die Muskeln auf oder bei Low Carb. Oder bei beidem? Oder kann ich ihn austricksen indem ich vor einer hohen Belastung die KHSpeicher fülle damit für die Belastung Futter da ist und der Körper nicht an die Muskelmasse geht? Oder geht es nur darum genug Eiweiss zu konsumieren?Darauf habe ich keine klare Antwort gefunden. Deshalb habe ich mir mal wieder was für den Zeitvertreib bestellt:)

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Gestern habe ich mit meinem 19jährigen Sohn ein Tabataworkout gemacht. Ich war schlaff, er war schlaff da habe ich mal ein paar Übungen hintereinandergehängt und mit Hilfe von guter musikalischer Unterstützung (tabatasongs.com) haben wir die acht Tabatafolgen hintereinander abgerockt. Wir haben in knapp 35 Minuten folgendes gemacht:

  • Jumping lunges
  • Push ups
  • Goblet squats
  • Klimmzüge
  • Schwimmer
  • wallwalks
  • Burpees
  • Plank mit erhobenem Bein

Er hat schon grosskotzig Muskelkater für den nächsten Tag angekündigt (obwohl er Fahrrad fährt wie ein Tier und auch schön pumpen geht wie das die 19jährigen von heute eben so machen) aber das was ich sah als ich heute morgen vom Sport kam hat mich doch extremst belustigt. Ein stattlicher Mann der breitbeinig und jammernd durch die Wohnung läuft. Ihm täte alles weh, er kann nicht mehr laufen etc. pp….ich hab mich schlappgelacht.

Ich war heute morgen im Gym zum normalen trainieren weil ich zur Crossfitzeit einen anderen wichtigen Termin wahrnehmen musste. Und da ich für meine Klimmzüge sowieso ein bisschen Latissimus trainieren musste war das die Gelegenheit mal wieder komplett an Geräten zu gehen. Vorweg gesagt: Es liegt mir nicht. Da fehlt einfach der Drive und der Speed vom Crossfit. Mit Kreuzheben, Kniebeugen usw. kann ich mich anfreunden aber länger als eine Stunde geht gar nicht, da werde ich verrückt.

Als ich heute morgen aufwachte war ich echt schlapp. Frühstück musste sein aber ich wollte mir nicht wieder so fettige 900 kcal reinhauen wie die letzten Tage da ich danach leichte Magenprobleme bekomme und irgendwie nicht so viel Power habe. Deshalb habe ich mir meinen ersten „Bulletproofcoffee“ gemacht. Das machen ja die Paleos alle gerne, ich hab ne Variante von Joepaleo ausprobiert. Eine Espresso aufgiessen, darin 2 Teelöffel Kokosöl auflösen (im Original Butter und Kokosöl zu gleichen Teilen) das ganze im Shaker mit 30 gramm Proteinpulver mixen noch Wasser dazu bis zur richtigen Konsistenz und geniessen. Schmeckt lecker, macht satt, belastet nicht und das Training damit lief wunderbar. Nur zu empfehlen.

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Mein Training (nannte sich schweres Ziehen) sah nach 20 Minuten mobility und 1000m row folgendermassen aus:

  • Kreuzheben 5×5
  • Bizepscurls 3×8
  • Klimmzüge 3x8r
  • Kreuzheben mit gestreckten Beinen 5×5
  • Latzug 12/10/8/6

Lustigerweise hebe ich das Gleiche Gewicht wie vor einem halben Jahr. Da tut sich echt nix. Na gut. Wäre ich auf KH gewesen hätte ich evtl.noch was raushauen können aber so ist nix zu machen. Das gleiche hatte ich ewig mit der Beinpresse (die ich sowieso schon immer gehasst habe deshalb mache ich sie nicht mehr) und vor einigen Wochen habe ich mich aus Langeweile mal wieder reingesetzt und konnte auf Anhieb wesentlich mehr drücken. Vll muss man einfach mal manche Sachen gar nicht mehr machen um aus der Stagnation rauszukommen. Auch wieder ne Wissenschaft für sich.

Um fit fitter am fittesten zu werden habe ich mir auch mal wieder mein Lieblingsproteinpulver geleistet. Es ist soooo lecker. I love it. Überhaupt ist die ganze Vega Sport Linie zum reinsetzen. Einfach das Beste.

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Zusätzlich zwinge ich mich zweimal am Tag was Grünes zu trinken. (Was ja im Moment eh viel zu kurz kommt).Meine Wahl fiel auf Sunwarrior Ormus Green…einfach weil ich schon das Riceprotein und Sunwarrior blend schätzen gelernt habe. Aber man kann den Inhalt noch so sehr mit Minze und Stevia aufpeppen es schmeckt einfach kotze und ich würge es mit viel Konzentration runter und spüle fix nach:)

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Gegen Nachmittag bin ich dann noch meine 10km Runde gelaufen die der Trainingsplan diktiert hat. Die ersten km habe ich mich komplett verhauen und bin mit fast Maximalpuls durch die Gegend gerannt. Auf Grund meiner momentanen Kraftlosigkeit pfiff die Pumpe und war kurz vorm kollabieren. Dann habe ich geschaltet und das Tempo gedrosselt.Mit nem 155er Puls habe ich die Runde beendet. 1Stunde und 2 Minuten.Das wird nie was mit dem Marathon unter 4 Stunden. Man nervt mich das . Meinen miesen VO2 Wert muss ich wohl nicht mehr hervorheben. Himmel was bin ich gespannt auf meine Spiroergometrie mitte Oktober.

Zu Essen gabs heute folgendes:

  • Bulletproofcoffee
  • SunwarriorShake mit Hirse, Rohkakao, Kakaonibs,Traubenkernmehl, Maca und 10 Paranüssen
  • Grossen Salat mit Tomaten Algen Zwiebel und Vegibelle Provence
  • 300 gramm Tofu
  • Handvoll Paranüsse
  • 400 ml Sojamilch
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  • Spinat
  • und wieder Paranüsse (Grundnahrungsmittel zur Zeit)

Dazwischen quetsche ich die Greens, hin und wieder BCAA und Glutamin, Eisen, Magnesium und Zink.

Wäre doch gelacht wenn ich meinem Orthopäden nicht das Gegenteil seiner Diagnose beweisen könnte: „SIE(!) werden kein Herkules mehr….!“ Hahahahaha….. abwarten!

Zu einem grossen Sprung gehört ein großer Anlauf:)

Kurze Meldung…

..ich lebe noch auch wenn es sich nicht so anfühlt. Der Tag heute war ein einziges Auf und Ab. Grauenvoll. Liegt mir so gar nicht. Morgens nach dem aufwachen habe ich mich noch gut gefühlt, nach dem Frühstück ging es schon bergab. Das Sojagemisch in meinem Bauch hat sich nicht wirklich gut angefühlt. Ich hätte mich gerne wieder direkt ins Bett gelegt und solange geschlafen bis mein Körper mit der Umstellung fertig ist. „Wegen Umbau geschlossen“ ist gerade eine ziemlich treffende Beschreibung meines Zustandes. Trotzdem bin ich in Gym gefahren und habe ein paar ziemlich planlose Übungen gemacht. Einzig und alleine die Kniebeugen standen schon vorher fest. Gerne hätte ich noch Klimmzüge gemacht aber meine linke Schulter zickt wieder rum und will nicht dass 60kg an ihr dranhängen:)

So sah mein „Workout“ aus:

  • warm up 2000m row und 10 min walk bei 5%Steigung und 5km/h
  • Backsquats 5×5 60kg
  • TRX Stabiübungen 3x 3×15
  • Ausfallschritte mit 12 kg Kettlebell 4×20
  • K2E 3×15
  • Bizeps Curl 3×15
  • GHD back extension 3×15
  • Schulter am Kabelzug (wie nennt man das :)?) 2×15

Danach habe ich mich besser gefühlt als vorher. Meinen PWS hatte ich schon vorgemixt und in meiner Lieblingsflasche (blender bottle ) dabei. 30 gramm Sunwarrior rice protein mit einem EL Rohkostkakao sowie einem EL Kakaonibs und 450 ml Wasser. Schmeckt wirklich sehr gut. Damit habe ich zwar einige KH verballert aber ich bekomme diese Sojaprotein pur einfach nicht runter. Undenkbar!

Zuhause angekommen habe ich mich von einem Abkracher zum nächsten gehangelt es war einfach nur kacke. Kompensiert habe ich das Schwächegefühl gegen Abend hin mit Fresserei (in erster Linie Paranüsse) ich liege heute mit 70% über meinem Kalorienlimit. Das soll mir erstmal jemand nachmachen mit diesem eingeschränkten Nahrungsmittelangebot. Dennoch habe ich es instinktiv auf die empfohlene Verteilung von 65%Fett,30%Protein sowie 5% Kohlehydrate geschafft. Ich habe eine Wampe wie sonstwas. Sei’s drum. Ich lebe noch.

Heute gab es folgendes:

  • Sojajoghurt mit Proteinpulver, Chiasamen, Mandelmus, Leinöl, Paranüsse und Walnüsse

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  • Einen entkoffeinierten Espresso mit Sojamilch
  • Sunwarrior Proteinshake mit Rohkakao und Kakaonibs
  • Tonnen von Paranüssen…immer mal wieder zwischendurch
  • Zucchini Spinatpfanne mit Tofu, Sojamilch, Currypaste, Algen und Sesam

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  • Grossen Salat mit Zwiebel, Tomate und Tofu
  • Abends Paranüsse…Walnüsse…Mandeln…
  • Zwischendurch viel grünen Tee
  • Supplements: eine Kapsel L-Carnitin, 3 TL Sunwarrior Ormus, 10 Chlorellatabs,eine Magnesiumtablette, eine Calciumtablette sowie eine Eisenbrausetablette

Ich hoffe hoffe dass es mir morgen bitte besser geht sonst halte ich das nicht mehr lange durch. Morgen steht mittags Crossfit auf dem Programm ein Lauf über 8km im GA2 Bereich und ein Vortrag über Hypnose am Abend. Ich WILL fit sein!

Start „vegan-ketogen“ mit VE.AMP

Im Internet bin ich kürzlich auf VE.AMP gestoßen. Drei Menschen aus dem Fitnessbereich haben sich mit Ernährungsplänen für die vegan-ketogene Ernährung selbständig gemacht. Gibt es bis dato so nicht. Wieder eine Marktlücke geschlossen:) Das Team ist noch recht jung und das ganze noch im Aufbau. Der Vorteil der Betreuung liegt darin, dass ich mir keine Gedanken um die Nahrungsmittelzusammensetzung machen muss. Ich bekomme Essenspläne und Einkaufslisten und kann so bequem erstmal starten ohne stundenlang vorm Internet Recherche betreiben zu müssen. Parallel dazu gibt es eine FB Gruppe in der alle aufkommenden Fragen umgehend beantwortet werden. So weit so gut aber was sagt er Praxistest? Den mache ich die kommenden 12 Wochen und werde hier regelmäßig über den Status berichten (sofern ich dabei bleibe:))Heute bin ich im dritten Tag der vegan-ketogenen oder auch anabolen Ernährung. Ich fühle mich grauenhaft. Zumindest was den heutigen Tag betrifft. Andererseits ist es berechtigt, die Frage zu stellen ob ich mich überhaupt in Richtung „Ketogenese“ bewege denn ich schaffe es partout nicht, unter 30 gramm KH zu bleiben. Es sind bisher fast jeden Tag doch 50 gewesen und heute (wo ich doch ganz streng sein wollte) hat mich ein banales Kokoswasser was ich im Gym vor Crossfit getrunken habe, mit 16,6 gramm KH voll rausgehauen. Kokoswasser???? Da ist doch „nix“ drin…?!? Auch meine Magnesium und Calcium Brausetabletten enthalten Kohlehydrate. Spannend. Wo sich das Zeug überall versteckt. Ich bin fassungslos. Kohlehydrate…meine Ketogenesefeinde!

Warum mache ich das? Also Körperfett will ich nicht unbedingt verlieren und wahrscheinlich ist das auch kein nachhaltiges Verfahren. Wenn ich wieder KH esse kommt vermutlich auch das Fett zurück. Andererseits wäre es nicht schlecht Muskelmasse aufzubauen und das Fett niedrig zu halten (wenn das geht?!)..Gibt es also irgendeinen Langzeitnutzen wenn ich keinen Krebs habe und nicht an Epilepsie leide (denn genau für diese beiden Krankheiten soll die ketogene Ernährung bestens geeignet sein).

Ich habe mir eingebildet, dass mein Körper durch mangelnde KH „lernt“ nicht von Glukose zur Energiegewinnung abhängig zu sein. Irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass bei Langstrecken ab 30km es ohnehin nicht mehr möglich ist, gegen den Glukosemangel anzufuttern. Da rutscht die Bilanz ins Minus deshalb der bekannte Mann mit dem Hammer. Und genau da ist es vorteilhaft wenn er Körper gelernt hat gewinnbringend auf die Fettdepots zuzugreifen und daraus Energie zu gewinnen. Aber reicht das nicht auch wenn ich nüchtern trainiere? Muss ich dafür auf KH verzichten? (Muss ich dafür durch die Hölle:)?) Ich weiss es nicht und werde weiter recherchieren und schauen wie es mir dabei (er)geht. Sollte ich aus Übellaunigkeit kurz davor sein, meine Familie zu eliminieren werde ich die Notbremse ziehen. Und sollte ich beim Crossfit in Gefahr laufen die Kettlebell im Flug aus Kraftlosigkeit zu verlieren dann werde ich dem ebenfalls ein Ende setzen. Es wird ja vielerorts berichtet, dass man nach der „Umstellungsphase“ (die nach meinen Recherchen von angeblich drei Tagen bis zu vier Wochen dauern kann)nur so strotzt vor Energie und sich pudelwohl fühlt und sowieso und überhaupt kaum noch Hunger hat. Aber das hat schon beim Fasten nicht funktioniert. Wahrscheinlich ist das wie so vieles einfach eine superindividuelle Sache.

Das nächste „Problem“ ist dass ich irgendwo Proteine ohne KH herbekommen muss. Und das ist bei dem Konzept die Sojabohne. Also gibt es täglich Sojamilch…Sojacuisine…Tofu und Sojaprotein. Klingt ein bisschen zuviel des Guten. Beim Sojakonsum gehen auch die Meinungen der sog.“Experten“ auseinander. Die einen lieben es die anderen verteufeln es. Ich möchte ungern mein hart erkämpftes Testosteron gegen Östrogen eintauschen.

Also mein vorläufiges Fazit am Ende des dritten Tages: Morgen versuche ich wirklich unter 30 gramm zu kommen, die Laune zum Wohle aller verbessern und Augen und Ohren zum Thema offen halten.

Hier noch ein Dokument meines momentanen „Zustandes“. Sollte ich durchhalten könnt Ihr wöchentlich meinem Erfolg oder auch meinem Verfall zusehen 🙂

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Gibt es hier jemanden mit Erfahrung im Bereich anabole/ketogene/low carb- Diät? Machen oder lassen und wenn ja wo genau liegt der Benefit???

Das WOD heute hat mich trotz Kokoswasser fast zum heulen gebracht so kraftlos habe ich mich gefühlt. Insbesondere die T2B führten dazu dass ich richtig genervt und aggro wurde. Passte thematisch ganz gut denn gerade gestern habe ich in Anwesenheit meines Freundes mangelnde Aggressivität meinerseits festgestellt und habe in Zukunft vor das zu ändern damit ich endlich die 50 kg cleanen kann und nicht immer höflich dem Gewicht den Vorzug lasse:

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Soooo dann trage ich mal meine schlechte Laune ins Bett. Gestern Kopfschmerzen heute Fresseritis und Übellaunigkeit mal sehen was mich morgen überrascht:)