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Crossfit und Gedankenschleifen

Gestern morgen hatte ich ein Dilemma der besonderen Art zu bewältigen. Durch das intensive Training des Vortages sowie die hot- Yoga Stunde am Abend war ich morgens noch völlig zerschlagen. Die Atmung wollte nicht so tief wie ich wollte …das ZNS fühlte sich porös an und die Wahrnehmung eierte unkontrolliert wie eine Flipperkugel über das viel zu grelle Feld …ungefähr wie früher nach einer langen und sehr alkohollastigen Nacht. Also nicht so doll.

Zwei Stunden wälzte ich in meinem Kopf die Entscheidung hin und her ob ich nun „auf meinen Körper höre“ (wie geht das?) oder ihn fordere indem ich egal wie es mir geht zum CF gehe und einfach leiste was ich leisten kann. Diese scheinbare Lapalie hat sich in meinem Kopf zu einem riesen Ungetüm aufgebläht. Drohend mit vielen Köpfen und Stimmen redete es schrill und unablässig auf mich ein und verwirrte was es da noch zu verwirren gab. Das ging so weit dass ich mir von einer dritten Person Rat holte . Und dieser lautete“ Geh hin und mach was geht.“…hätte ich auch selbst drauf kommen können.

Ich ging hin. Notfallmäßig alles im Rucksack was man braucht wenn man nicht umfallen will…denn genauso fühlte ich mich, als würde ich jederzeit am Kantstein aufschlagen und wie eine staubige, totgefahrene Taube für immer liegen bleiben.

Also ein Liter eisgekühltes Kokoswasser eingepackt…gut gefrühstück… noch ein paar Riegel in den Rucksack gestopft und losgeeiert.

Es waren ausser mir fünf Kerle da. Super Anfang. Das WOD bestand aus 300 m Rudern, 21 Kettlebell swings, 300 m Rudern und 10 Pull ups über 8 Runden.

Mir brach der Schweiß aus sah ich mich doch als Allerallerallerallerlahmste die letzten drei Runden hechelnd und schwitzend vor den Augen aller Sportskanonen absolvieren (wenn ich nicht schon vorher umgefallen bin).

Und da traf ich ihn: meinen Feind. Die Angst. Angst mich zu blamieren. Angst etwas nicht zu schaffen. Angst dabei blöd auszusehen. Angst vll besser als jemand anders zu sein. Angst beobachtet zu werden.

Ein super Spielfeld! Ich bin nämlich latent soziophob. Gerade wenn es um Leistungsvergleiche geht rangiere ich mich direkt auf den letzten Platz nach ganz hinten und unten. Dort ist es schön kuschelig warm und sicher da kenn ich mich aus! Aber da will ich nicht mehr sein. Ich will doch raus aus dem Schatten, dem Muff nicht mithalten zu können oder gar der Panik besser sein zu können als jemand anderes. Also habe ich den Focus gesetzt. Wo will ich hin, was ist mein Ziel und warum lass ich mich bremsen? Der Kopf machte mit . Die Angst wurde vor die Tür gesetzt und der Motor angelassen und ich muss sagen es hat ganz hervorragend funktioniert!

Ich war nicht die Letzte, ich bin nicht umgefallen, ich habe mich auf MICH fokussiert, ich habe gegeben was ich konnte UND….es hat sauviel Spass gemacht.

Im Anschluss war ich fit und glücklich…. der Muskelkater war weg, die Atmung ging wieder tief, das komische Gefühl im Kopf wurde durch Konzentration und Klarheit ersetzt und ich fühlte mich wieder komplett. WOW!

Was bedeutet es also „auf seinen Körper hören“ und wie erkenne ich wann andere Mechanismen das Steuer übernehmen? In diesem Fall war es das Beste was ich mache konnte hinzugehen aber das musste ich auch erstmal begreifen. In anderen Fällen ist es sicher ratsam sich zu erholen….However…. es ist wie mit dem Drahtseilakt der Über,- oder Unterforderung im Training. Überall ist der Grad zwischen beiden Welten so schmal dass es verdammt schwierig ist trittsicher durchs Gelände zu kommen.

Auf jeden Fall sehr spannend und darüber hinaus hat CF das Potenzial eine weitere Leidenschaft zu werden (was ich vom Gerätetraining nicht gerade behaupten kann *hüstel*)  Und nachdem ich dieses wunderschöne Bild gefunden habe bin ich altersmäßig auch ein bißchen entspannter unterwegs. Ich wusste es doch immer….da geht noch was:)

BildDas ist Bobsie….85 Jahre alt beim CF Training

Das Essen ist derzeit extrem unspektakulär bei mir ich bin gerade total festgefahren und liebe meine hochkalorischen Smoothies mit viiiiel Schokolade. Ein grosser Salat am Tag ist ebenfalls ein MUSS sowie alle möglichen Tofuvarianten ob auf Brot und/oder im Salat.

Heute gabs:

2 Bananen 1 MK

2 Bananen 1 Mk

Frühstück: Smoothie aus 3 Bananen, 4 Birnen,Kokosmilch, Sunwarrior blend, Alnatura Frühstücksbrei, Chiasamen, Traubenkernmehl, Hanfprotein, Baobab, Carob, roher Kakao und natürlich (unverzichtbar!!!) Kakaonibs.

BildMittagessen: Riesen Salatschüssel  mit allerlei Gemüse, Kürbiskernöl, Balsamico, Tofu und Kürbiskernen …dazu zwei Scheiben Vollkornbrot

Bild2 MK

Smoothie aus 4 Birnen, Banane und Sunwarrior vanille

1 Dattel-Orange Riegel

1kg Erdbeeren

Abendessen: Spargel mit Kartoffeln und Petersilie und Tofu

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1 Kommentar

  1. Sehr gute Einstellung. Freut mich, dass Du Deine Angst überwunden hast! 🙂

    Viele Grüße,
    Caro

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