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Ruhetag

So ein Quatsch, einen Samstag Ruhetag zu nennen. Spätestens ab zwei Kindern innerhalb einer Familie mutiert das Wochenende zum (geistig-emotional) härtesten Workout of the week.

Wir bzw. Ich habe beschlossen dass wir heute mal das Haus verlassen. Für andere Familien mag das (insbesondere am Wochenende) das normalste der Welt sein bei uns aber ist das jedesmal ein Drama besonderer Güte weil keiner weg will. Wir halten uns am liebsten rund ums Haus auf. Mit Gartem hinten und großem Park vorne gibt es definiv schlimmeres aber es nervt auch  weil sich nichts wirklich entwickelt und die Langeweile nicht so schlimm ist dass man sie als Langeweile bemerkt sie verleitet eher dazu Quatsch zu machen und der wiederum hat die Eigenart sich wie ein Kefirpilz zu vermehren und nicht alle Hausbewohner finden das witzig. Dann lieber einmal beherzt in die Ubahn setzen einige Kilometer Abstand gewinnen und andernorts neue Impulse bekommen.

Der Start ist hart. Ich möchte hier gar nicht in Details gehen wie das innerfamiliäre Klima sich hier rapide verschlechtert hat man konnte förmlich zusehen wie die Luft dicker und dicker wurde. Dann kam ein Blitz ein Donner ein Knall…Türen schlagen…Tränen…nochmal Drohungen…Klamotten hinterherwerfen…Verwünschungen ausstossen..wiederholt tiiiiiief Luft holen und gleichzeitig merken, dass es nix bringt. In diesesn Momenten könnte ich meinen Koffer packen und die Familie verlassen . Ich frage mich ob es nur bei uns so anstrengend ist oder warum sich das auch andere antun. Das Schlimme heute: Kein Ausgleich… kein Gym..kein Yoga… kein Laufen. Einfach aushalten! Da bin ich (noch) ganz schlecht drin.

Also tief Luft holen Sachen packen Kinder an die Hand nehmen, nicht denken, nicht viel reden und einfach los. Am Ziel angekommen muss ich noch etwa eineinhalb Stunden gespielt schlechte Laune ertragen bis sich die Kinder peu a peu mit Frisbee spielen auflockern lassen und es sich fast schon wie ein ganz normaler Wochenendausflug anfühlt. Kurze Zeit später ist der eine beim Weg pflastern mit Feuereifer dabei und der andere lässt sich von zwei bezaubernden jungen Frauen in die Kriech,- und Krabbelwelt des Waldbodens einführen. Das hat beide an getrennten Orten (was gut ist denn dann können sie sich nicht streiten) gute zwei Stunden hervorragend beschäftigt. Beide sind in ihrem Tun völlig aufgegangen.

Das wäre Zeit für die Mutter in der sie ein gutes Buch lesen könnte…. sich hinlegen und in die Sonne blinzeln…Gänseblümchenkränze binden …oder vielerlei mehr. Stattdessen bin ich folgendermaßen konstruiert: Jetzt hat der Körper Zeit den aufgestauten Stress langsam zu entladen. Aber nicht schön in homöopathischen Dosen sondern bei mir fühlt sich das an als würde ein Gasofen in mehreren kleinen Explosionen in die Luft gehen. Um nicht unangenehm aufzufallen kompensiere ich das indem ich mich am kompletten Proviant vergreife und alles hemmungslos in mich hineinschaufel. Ich kann nicht aufhören und damit wars das für den Tag. Genau kategorisieren kann ich das nicht ob nun der Pausentag Schuld ist…. der Familienstress…. weil es der Tag nach dem „langen“ Lauf ist …oder ein Mix aus allem. Ich weiss nur dass ich diese Tage nicht mag, mich nicht wohlfühle, mich woanders hin wünsche …und ad hoc keine Lösung habe denn die jahrelang erlernten Muster spielen sich (vermeintlich) ohne mein Zutun ab. Das werde ich in nächster Zeit gründlicher unter die Lupe nehmen weil es mich so gnadenlos nervt.

An einem sonnigen Tag möchte ich am Abend zufrieden und entspannt ins Bett fallen lassen und nicht gereizt und genervt.

PUNKT.

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