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Sommerpause…

Das war sie wohl. Sechs Wochen Funkstille. Ungeplant aber es waren in der Tat Sommerferien und wenn man nicht gerade auf Lanzarote am Strand liegt und sich überteuerte und eisgekühlte Melone andrehen lässt, rödelt man eben zuhause rum und versucht sich gegenseitig nicht allzu sehr auf die Nerven zu gehen:)

Eine Sportpause gibt es nicht, völlig undenkbar. Hatte ich beim Abschließen des Vertrages mit dem Gym noch schlaflose Nächte weil ich mich mit dem Gedanken quälte “ Ach Gott komm da rennste jetzt 4 Wochen wie ne Bekloppte hin und danach wars das mal wieder….“ hat sich diese Befürchtung mitlerweile wirklich völlig zersetzt.

Ich trainiere nun offiziell seit dem 16. April 2014 und wenn ich auch immer noch keinen wirklich vernünftigen Rhythmus gefunden habe und noch ziemlich rumeiere und mich ganz schrecklich uninformiert fühle….. : ich bleibe am Ball. Ich gebe nicht auf. Nach wie vor tut mir mal das eine (Hüfte) und mal das andere (Schulter) weh. Daran habe ich mich gewöhnt. Radikale Akzeptanz. Wenn die Beine kaputt sind trainiere ich den Oberkörper und wenn der Oberkörper nicht mehr will (wie aktuell) dann trainiere ich eben Beine. Irgendwas geht immer und wenn gar nicht mehr zu funktionieren scheint dann geht auf jeden Fall und immer noch Bauch:)

Aktuell befinde ich mich in der Marathonvorbereitung. Das heisst pro Woche 4 mal laufen. Einen langen Lauf meistens Sonntags (32 km) einen Intervall (1-2-3-2-1) einen im Marathonrenntempo und einen gemächlichen max 10km.Der lange Lauf und die schnelleren Einheiten schlauchen mich ganz schön. Gefühlt werde und werde ich einfach nicht schneller.Ich versuche an allen Parametern zu drehen aber die Veränderungen sind minimal. Vermutlich bin ich wieder zu ungeduldig. Das verliert sich im Alter auch nur marginal 🙂

Ich habe vier Wochen onramp hinter mir. Also quasi die Crossfit Krabbelstube. Für die ganz kleinen. Nochmal ganz runter zu den Basics. Was sehr gut war. Nicht dass ich es jetzt könnte aber ich nähere mich einer Haltung die nicht mehr nur aussieht als versuche ich zu verhindern von der Hantelstange oder der Kettlebell erschlagen zu werden …nein langsam kommt ein bisschen Bewegungseleganz hinzu so dass ich mich auch ausserhalb der Boxzeiten im Gym an die Racks traue um das ein oder andere zu üben ohne vor Scham in Grund und Boden zu (ver)sinken. Ich bin also zuversichtlich. Das wird schon.

Zusätzlich zum Laufen gehe ich also dreimal pro Woche zum Crossfit sowie einmal zur Technikclass. Daneben läuft gerade eine Kettlebellchallenge (30 Tage a 100 Swings) und ich versuche hier und da etwas Core und Kraft einzubauen. Immer noch ein ziemliches Ungleichgewicht und Rumgeeier aber es fühlt sich besser an weil ich mich nicht mehr zwischen Kraft und Crossfit entscheiden muss. Dem Laufen und Crossfit gehört mein Herz. Nach dem Marathon Ende Oktober will ich noch Schwimmen und Radfahren unterbringen da werden die Karten dann nochmal neu gemischt. Wäre ja sonst langweilig:)

Ernährungstechnisch experimentiere ich ein bisschen mit Kohlehydraten und Eiweissmengen. Damit bin ich nicht glücklich. Meine Haut ist schlecht ich habe viele entzündliche ätzende Pubertätspickel im Gesicht obwohl selbst meine grossen Kinder schon darüber hinaus sind. Das ist doch nicht zu fassen….mein Leben lang träume ich von reiner Haut die letzte Hoffnung sind die Wechseljahre:) Im Ernst: das hat geringfügig mit hormonellen Schwankungen und Zuständen zu tun der Grossteil ist Ernährung. Irgendwas läuft da schief und ich justiere hier und da und komme doch auf keinen wirklich grünen Zweig. Mal beschuldige ich die Kohlehydrate (insbesondere Vollkorn) und mal den Eiweißkonsum. Ich weiss es nicht aber ich behalte es im Auge.

Zurück zum Lauftraining. Weil meine alte Sigma immer wieder den Geist aufgibt und in der Summe nur mittelprächtig funktioniert, runtastic dem in nichts nachsteht und der Meinung ist er müsse meinen langen Sonntagslauf auf dem Papier bei 3km vorzeitig beenden, habe ich mich von beiden getrennt und mir die Suunto ambit2 s gekauft. Ein dicker Klotz hängt nun an meinem Hand der brav alles aufzeichnet und mich (sollte ich mich mal im Wald verirren) dank GPS auch brav wieder nach Hause bringt (ich muss es nur unter 8 Stunden schaffen denn länger hält der Akku nicht:)). Soweit bin ich glücklich. Wie das mit technischen Neuerungen so ist, diese Uhr bringt auch allerhand Datenmüll mit sich. Dinge von denen ich vorher nie gehört habe, mit denen ich mich nun auseinandersetze und wünschte ich hätte es nie getan. Einer dieser Parameter heisst VO2max. Angeblich kennt meine Uhr diesen Wert und generiert ihn bei jedem Lauf den ich tätige. Mithilfe der Pulsfrequenz, Geschwindigkeit und Zuhilfenahme eines Algorhythmus rechnet sie das eben mal fluchs für mich aus. Wieviel ml Sauerstoff mein Blut in der Lage ist pro kg Körpergewicht in einer Minute zu transportieren. Meine Uhr behauptet es  seien 30. Das ist der Hammer. Laut Liste entspricht dieser Wert einer Person von ca. 50 Jahren die pro Tag max. den Weg vom Sofa zum Kühlschrank schafft (und das gemächlich). Also so unterirdisch untertrainiert das man es kaum fassen kann. Und das soll ICH sein?!?!? Zwei Tage lang verfiel ich in tiefste Depression. Plötzlich bildete ich mir ein schwer Luft zu bekommen. Und ich kam mir beim Lauf noch langsamer vor als eh schon immer. Dabei habe ich kürzlich 10km in der für mich schnellsten Zeit geschafft. Nämlich in 51 Minuten. Das ist nicht der Highspeedrekord aber hey, gestartet bin ich mit 1:15. Da kann man ja mal von Verbesserung sprechen.

In der Summe kann ich behaupten , dass ich mich nicht wie die Obersportskanone fühle aber so couchkonform wie o.b. auf gar keinen Fall. Leider bin ich nicht der Typ der sich darauf ausruht dass die Superuhr vielleicht nicht ganz so super ist sondern ich werde hektisch und durchforste tagelang das Internet nach einem Termin bei einer fähigen Person um eine aussagekräftigere Spiroergometrie zu machen. Und ich bete zum Himmel dass dabei etwas anderes rauskommt als das was die Suunto mir erzählen will. Wenn nicht? Ja was dann? Dann positioniere ich innerfamiliär schon mal ein paar Erste Hilfe Menschen im 10km Takt auf der Marathonrennstrecke Ende Oktober in Frankfurt:)

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