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Noch 7 Tage bis zum Marathon…

Bin ich aufgeregt?

Keine Ahnung .Ich würde sagen nein, oder besser jein…also mein Verstand und das Ich was ich so nach aussen zeige sind entspannt. Ich habe den Plan durchgezogen und trotz Krankheit im Prinzip keine Trainingseinheit ausgelassen. Jetzt am Ende falle ich zugegebenermaßen etwas auseinander was ich meinem Unterbewusstsein in die Schuhe schieben könnte denn wir arbeiten gerne auch mal gegeneinander und die Kommunikation ist in manchen Lebensbereichen brüchig/fragil. Aber Beweise dafür gibt es nicht und so pflege ich mich mit Schwedenbitter (gegen Magen und Oberbauchschmerzen) Urtinkturen (Holunder, Echinacea, Angelikawurzel) Zink fürs Immunsystem, rote Beete Saft, L-Arginin und Kaffee und viiiiel Schokolade für die Seele. Mein Ursprungsplan war ja noch 2 kg für den Lauf abzuehmen, die Schokolade hat dazu geführt dass es nochmal 2 Kg mehr geworden sind. Sei’s drum. Wenn ich den Plan durchziehe und wider Erwarten in vollem Vertrauen dass auch für mich noch was an den Verpflegungsstationen zu holen ist, OHNE meinen geliebten (Salomon 3 Liter) Rucksack starte dann habe ich das Gewicht ja quasi wieder raus. Ich darf nur nicht vergesssen die Innenseiten der Oberschenkel mit Hirschtalg zu balsamieren, denn genau dort haben sich die Kilos niedergelassen was zu unschönen und schmerzhaften Reibungen der Speckschenkel führen kann und könnte 🙂

Ich habe eine riesen Liste, meine Gedanken kreisen um die Laufklamotten die ich am Tag X trage, das Wetter, mein Befinden, was zum HImmel ich frühstücken werde und ob ich kurz vorher noch aufs Clo muss und so generell wie oft ich überhaupt aufs Clo muss. Das würde ich doch gerne umgehen. Ich mache mir auch Gedanken um so Banalitäten wie “ Wie soll meine Pulsuhr funktionieren wenn ich da eine Stunde am Start rumstehe.. meine funktioniert nur, wenn ich die Elektroden klatschnass mache und dann sofort losrenne!“ (draufspucken reicht nicht). Aber um die Energie zu bündeln damit sie sich nicht in spladdermanier verstreut gehts mir einfach mal seit 8 Tagen richtig kacke. Die Lunge brennt, ich kriege weniger Luft, habe Halsschmerzen fühle mich matt krank und abgeschlagen energielos.. nun noch Magen Darm Probleme…hach ist das herrlich wenn der Körper sich auf das wesentliche reduziert und versucht mein Vorhaben zu torpedieren.(wir sind nicht immer Freunde…)

Ich habe auch immer noch keine Ahnung was ich während des Laufes zu mir nehme… Habe tausend Riegel und Gels gekauft und getestet und bin nicht schlauer draus geworden. Am liebsten würde ich ja Kartoffeln essen habe aber keine Ahnung wie ich die transportieren soll, da ist es doch einfacher sich 2/3 Gels in den Hosenbund zu stecken oder sich doch darauf zu verlassen dass es noch welche an den Verpflegungsständen gibt:)

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Zusammenfassend kann ich sagen dass es sich auch wunderbar halbkrank 20 km laufen lässt…mit der richtigen Musik im Ohr gelingen dann auch lange schwingende Schritte mit kurzen Beinen und die Welt wirkt leicht und luftig und im Kopf ist nur noch Glück! Das ist es das ich so sehr liebe. Dafür brauche ich im Prinzip auch keinen Marathon. Aber das wollte ich eben schon immer mal machen. Und da ich bisher in meinem Leben wenig Dinge erreicht habe die ich mir vorgenommen habe kann ich mit den finishen eines Marathons meine Erfolgsquote ein bisschen nach oben pushen:)

Nach dem Marathon werde ich mich den Höhen zuwenden…den kleinen Pfaden im Wald durchs Dickickt… der gesteigerten Aufmerksamkeit damit man sich nicht das Kniegelenk an einer Baumwurzel auskugelt der Verlängerung der Trainingsläufe um auf viele Wochenkilometer zu kommen… meinem Schwimmkurs der im Januar anfängt… und natürlich dem Radtraining das beginnt sobald mein toller Fahrradbauerfreund mir mein Rad zusammengebastelt hat.

Vorfreude pur. Vorausgesetzt ich überlebe den Marathon. Im Moment fühlt es sich so an als fiele ich im ersten Drittel stumpf und leblos in die Arme eines Ersthelfers der mich dann auch nciht mehr retten kann. Aber DAS … ist eine mir vom Unterbewusstsein untergeschobene Angstmachernummer. Vielleicht kriegen wir zwei noch die Kurve..möglichst VOR dem nächsten Sonntag:)

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1 Kommentar

  1. Ich bin am 05. Oktober Halbmarathon gelaufen. Mein Erster. Und ich musste die letzten 5 Km total schlimm auf Toilette! Ich habe mir sogar überlegt die Strecke zu verlassen und in die Büsche zu hüpfen. Aber da ware überall Zuschauer auf der Wegstrecke. Und dann hätte ich das doch irgendwie „uncool“ gefunden. Also bin ich eben fast „sterbend“ und mit hochrotem Muss-sofort-Pinkeln-Kopf in das Ziel eingelaufen.
    Und das Beste war dann: Wo sind denn in diesem Stadium die verdammten Toiletten! Aaahhhh! Endlich gefunden! Eine Schlange mit Weibern natürlich davor, die meisten keine Läufer sondern mit einem Batch um den Hals, der sie als Besucher der „VIP-Besucher-Lounge“ auswiesen… darf doch nicht wahr sein. Hab die dann alle angeraunzt: „Verdammt nochmal, Platz da, lasst mich vor. Ich bin gerade über 20 Km gelaufen! Aus dem Weg!“
    Ich habe das dem Veranstalter dann auch als Feedback geschrieben: Bitte, bitte das nächste Mal „Läufertoiletten“ im Ziel positionieren und wenn es nur Dixie-Klos sind… aber bitte!
    Mal schauen, ob es nächstes Jahr so sein wird….

    Viel Erfolg für Deinen Lauf.

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