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Wochenrückblick und Gewohnheiten…

Ich habe mich in den letzten Wochen seit dem Marathon viel mit dem Thema Gewohnheiten beschäftigt.

Ich habe einige Gewohnheiten die ich gerne ablegen, verändern oder verlagern möchte. Ich habe  viel darüber gelesen und in den vergangenen Jahren immer wieder den ein oder anderen Versuch unternomme unliebsame Gewohnheiten abzulegen aber so richtig bahnbrechende Veränderungen sind mir nicht gelungen. Und ich befürchte, je älter ich werde umso schwieriger könnte das werden. Hänge ich doch an Ritualen die zu einem Teil von mir geworden zu sein scheinen. Bspw. hat sich der Versuch den Sojamilchkaffee am Morgen durch einen Kräutertee zu ersetzen als absolute nicht enden wollende Qual herausgestellt. Und dabei ist es völlig egal ob er mit oder ohne Umdrehungen aufgetischt wird. Der Geruch, die Verbindung mit der Milch und dem darüber gestreuten Zimt ist einzigartig und unverzichtbar. Dementsprechend versuche ich es auch gar nicht mehr mir das abzugewöhnen. Ich habe den täglichen Kaffeekonsum akzeptiert und zu mir eingeladen.

So geistert das Thema Veränderung seit jeher in meinem Kopf herum aber in den letzten Wochen hat es sich verdichtet. Scheinbar spricht plötzlich ein Jeder von einem Veränderungswunsch, egal welchen Blog ich abonniert habe, welcher Artikel mir in die Hände fällt …es scheint immer das gleiche Thema zu sein. Nix neues also. Nix bahnbrechendes.

Für mich aktuell schon. Denn entgegen meinen Gewohnheiten (haha da haben wir es wieder) war ich bisher immer der Typ „6 Kilo in 6 Tagen“ …oder „Sixpack in 4 Wochen“…“zum Ultratrailläufer in 8 Schritten“… die Liste ist endlos. In jungen Jahren habe ich solchen Sprüchen blind vertraut heute bin ich schlauer..ich lese “ Mit Rohkost abnehmen, alle Allergien loswerden, fit wie sonstwas, schönere Zähne, straffe Haut…“ und denke mir „nee is klar…wieder so ein Scheiss halten die mich für doof oder was?2 …aber mein Unterbewusstsein arbeitet gegen mich und ob ich es will oder nicht diese Aussage ist IN mir und dieHoffnung (vielleicht klappt es diesmal?) steigt auch wenn der Kopf sagt „so einen Scheiss glaube ich nicht…“ die Erwartungshaltung, die Bereitschaft alles umzuschmeissen und es zu probieren…. alles steht auf GO.

Welch Schmach! Ich bin 44. Langsam reichts, oder?

Also habe ich mit einem klitzekleinen Novembervorsatz begonnen:

Schokolade nur Sonntags

Ganz so revolutionär ist das nicht aber für mich ein Meilenstein. Hat es sich doch in den Vorwochen eingeschlichen den täglichen Schokokonsum unmerklich zu steigern. Der Zeitpunkt rutschte immer weiter nach vorne…und so ein Stückchen Schokolade zum Frühstück…ach komm schon 🙂

On top „kämpfe“ ich mit 3 kg plus, da passte das commitment ganz gut.

Mein FAzit:

Bringt nix. Ist zwar nicht das gleiche wie das Kaffeeproblem aber ähnlich. Statt einem Riegel Schokolade essen ich nun Tonnen drumherum um irgendwie diese Schokolust loszuwerden was zu einer weiteren Gewichtssteigerung führt und meinem gesamten Körpergefühl nicht gerade zuträglich ist. Davon abgesehen war gestern Sonntag (oh Gott Schokoday…rein, was rein geht!!!!) und ich hatte überhaupt keine Lust auf Schokolade war aber (innerlich leicht gstresst) den ganzen Tag der Meinung ich müsse jetzt mal Schokolade essen ich kann doch den Sonntag nicht so schokolos verstreichen lassen (latenter Sonntagsschokostress).

FAzit: ich esse weiter Schokolade auch unter der Woche. Vielleicht behalte ich mal die Menge im Auge:)

In den vergangenen Wochen habe ich ausserdem ein paar wunderbar schokoladige Dinge genossen die zwar nicht in Riegelform daherkommen aber trotzdem seeehr schokoladig und befriedigend wirken.

Zum Beispiel

  • Einen heissen Kakao trinken…mit Dattelpaste süßen
  • Sunwarrior Schoko oder Vegasport Schoko mit Banane und Haferflocken und Kakao und Carob und Datteln mixen (extreeem schokoladig und glücklich machend zum Schluss noch einige Esslöffel Kakaonibs drüberstreuen)
  • Kakaonibs im Müsli (Kakaonibs müssen ohnehin überall rein!)
  • Mandelmus mit Kakao und Kakaonibs verrühren und genießen

Das heißt obgleich mein „Nur Sonntags Schokolade-Projekt“ gescheitert ist hat sich auf dem Sektor doch etwas zu meinen Gunsten verschoben und damit bin ich vorerst sehr zufrieden. Das hilft mir zwar nicht bei meinem Vorweihnachtsübergewicht aber ich bleibe dran (kleine! Schritte..ich hab Zeit :))

Mein Wochenrückblick:

  • Montag: Crossfit und Treppensteigen
  • Dienstag: 8km laufen in 44min (schlechte Performance und gefühlte Atemnot)
  • Mittwoch: Crossfit und Krafttraining (Kniebeugen/Latzug/Shoulderpress/Legcurls/bulg. Kniebeugen
  • Donnerstag: RUHE
  • Freitag: Crossfit und 15 Minuten Treppensteigen(mit Intervall)
  • Samstag: Krafttraining Fokus Arme
  • Sonntag: 18km in 2 Stunden hügeliger Geländelauf sowie 40 Minuten Radfahren

Der Lauf gestern war meine Krönung der Woche. Die kühle und feuchte Novemberluft das goldgelbe Buchenlaub die kleinen Pfade fernab vom Weg, das stetige Auf und Ab… das ist MEINS. Das war (zumindest am Anfang bevor die Beine weh taten) Glück pur!

Wie man oben sieht kam das Laufen ohnehin zu kurz aber ich hatte den Ehrgeiz wieder mehr ins Crossfit reinzukommen. Insgesamt eiere ich ja immer noch rum und eine fundierte und sinnvolle Trainingsplanung für das ganze Jahr wäre mein persönlicher Traum scheint aber nicht so leicht zu sein wie ich es mir gedacht habe.

In der kommenden Woche habe ich einen Termin mit einer Trainerin und hoffe sie kann mir weiterhelfen.

Die Idee:

Ein ergänzendes Krafttraining was die benötigten Elemente vom Crossfit enthält und die Beine/Rumpf für das Bergtraining fit macht. Denn meine Schwachstellen haben sich nicht in Luft aufgelöst. Gestern taten mir nach dem Lauf tierisch die Beine sowie der untere Rücken weh. Muss das sein? Gehört das dazu? Ich hoffe doch nicht.

Also …Wochenmotto: Dranbleiben und nicht übertreiben:)

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2 Kommentare

  1. Von der fundierten sinnvollen Trainingsplanung fürs ganze Jahr träume ich auch noch 🙂 Und seit eben von Kakaonibs. Ich will jetzt auch welche, sofort!

  2. vegansports sagt

    Meine KaKaonibs sind schon wieder alle:) Und meinen Trainingsplan bekomme ich am Samstag…ich probiere jetzt einen Trainer nach dem anderen durch und hoffe durch Kompetenzenbündelung irgendwann den Bogen raus zu haben. Ich merke aber dass ich je vielseitiger ich trainiere umso besser davonkomme (verletzungstechnisch jedenfalls:)) LG

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